Eschensterben in Mecklenburg Vorpommern

Erst war die Ulme betroffen, jetzt die Esche: Beide Laubbäume sind durch Pilz-Parasiten in ihrer Existenz bedroht. Förster befürchten nun ein flächendeckendes Baumsterben. Die Esche fällt zur Zeit vor allen Dingen in Mecklenburg-Vorpommern anscheinend einem winzigen Schädling zum Opfer: dem Schlauchpilz Chalara fraxinea, der erst 2006 beschrieben wurde.

Der Einwanderer scheint vom Baltikum aus gekommen zu sein. Der Parasit dringt bis ins Holz der Bäume vor und ruft eine Pilzinfektion der Leitungsbahnen hervor. Dadurch wird der Transport von Nährsalzen und Wasser von der Wurzel bis in die Krone unterbunden, was die Eschen einem schleichenden Tod ausliefert. Ein typisches Merkmal sind Nekrosen und damit verbundene rotbraune Verfärbungen der Rinde. Es trifft junge wie alte Pflanzen, Baumschulbestände genauso wie die in Wald und Flur. Eine Bekämpfung der festgestellten Pilze ist bislang noch nicht möglich. Seit August 2005 ist daher der Anbau von Eschen auf landeseigenen Flächen in Mecklenburg-Vorpommern sogar bis auf weiteres untersagt.

13.11.08. www.wald-mv.de – mehr zum Eschensterben aus Mecklenburg-Vorpommern

Keine Kommentare

No comments yet.

RSS  Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Sorry, the comment form is closed at this time.

rssRSS
Powered by WordPress