Blühflächenpatenschaft – Projekt Bienenweide

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Blühfläche für Hamburg

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Blühwiesenpatenschaft übernehmen

Obstwiese Schnelsen

Wir wollen mit unserem Kooperationspartner, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Hamburg e.V. eine rund 25jährige Obstwiese in Hamburg Schnelsen zu neuem Leben erwecken. Die Blühfläche der Obstbäume enthält nur eine geringe Vielfalt an Gräsern, Kräutern und Stauden. Das wollen wir ändern – mit einer „Bienenweide“. Die Bienenweide ist die Gesamtheit aller Nahrungsquellen, die Wildbienen und andere Insekten nutzen. Häufig sind dies Blühflächen mit vielen verschiedenen Kräutern und Stauden, die nur noch selten in der Kulturlandschaft anzutreffen sind.

Dazu wurden wir in der ersten Jahreshälfte 2020 tätig. Wir haben zuerst 1000 qm per Hand gefräst und eine Regiosaat mit Stauden und einjährigen Blühpflanzen eingesät. Die Blühfläche wurde im Juni und August motormanuel gemäht und gesenst. Die Dominanz der Gräser war nach wie vor vorhanden. Nur einige wenige eingesäte Pflanzen haben sich bisher durchgesetzt. Dies war aber auch nicht anders zu erwaten. Daher wurde Klappertopf, einem Halbschmarotzer der Gräser befällt, ausgebracht. Dieser soll ab 2021 das Gras zurückdrängen und unseren Blühpflanzen eine neue Chance geben. Die regelmäßige Mahd der Blühfläche wird jedes Jahr weiter durchgeführt.

Obstwiese Schnelsen

Zwischenbericht Juni 2021

Es tut sich was auf der Obstwiese in Schnelsen. Dank der Unterstützung vieler Spenderinnen und Spender über die Webseite www.wald.de konnten wir die Blühwiese mit Unterstützung der Försterei Niendorfer Gehege einzäunen. Dies war notwendig, um die sensiblen Pflanzen zu schützen. Mittlerweile ist Juni und die viele Blütenpflanzen zeigen sich von ihrer schönsten Seite. Die Rote Lichtnelke ist schon fast wieder verblüht, aber noch ist ihre schöne Blüte zu sehen. Der Wiesen-Storchenschnabel steht jetzt in voller Pracht, genauso wie der Ehrenpreis, die Frühe-Margerite und der gelbblühende Kleine Klappertopf.  Gelb blühend ist auch der Hahnenfuß, und der Wiesenklee entfaltet ebenfalls seine roten Blüten. Weitere Blütenpflanzen werden ihre Schönheit in den nächsten Tagen und Wochen entfalten. Wir berichten..
Wir haben bereits die erste Mahd durchgeführt. Der Klappertopf steht noch in voller Blüte, daher haben wir ihn ausgespart. Er soll ja ordentlich Samen tragen, um das sehr dominante (Honig-)Gras auf der Fläche einzudämmen. Dazu dient übrigens auch die Mahd, und das Mahdgut wurde mit mühevolle Handarbeit aufgeharkt und abtransportiert.

August 2021

Im August waren wir ein zweites Mal auf der Blühwiese, um die letzte Sensenmahd für dieses Jahr durchzuführen. Der Klappertopf hat sich hoffentlich gut ausgesamt, so dass er nächstes Jahr von selbst blühen wird. Durch die 2. Mahd wird das Gras weiter geschwächt und unsere Blütenpflanzen werden dann hoffentlich gut durchstarten. Das Mahdgut wurde wieder von der Fläche entfernt, um die Nährstoffe zu entziehen und einer Verfilzung entgegenzuwirken.

Obstwiese Wilhlemsburg

Eine weitere Obstwiese befindet sich in Hamburg Wilhelmsburg am Kückenbracksweg. Diese, vor rund 25 Jahren angelegte Obstwiese der SDW, wird nun auch intensiver gepflegt. Das Ziel ist auch hier eine artenreiche Blühwiese für Wildbienen, Schmetterlingen und Co. Auch auf dieser Fläche dominieren Gräser und auch hier wurde ein wenig Klappertopf ausgesät.
Um die Fläche auszuhagern, damit Blühpflanzen eine Chance zur Entwicklung bekommen, wird sie zukünftig zwei Mal pro Jahr gemäht. Das Mahdgut wird von der Fläche entfernt. Auch eine Einsaat von regionalen Blühpflanzen ist hier vorgesehen. Die zu leistenden Tätigkeiten zur Aufwertung der Fläche werden ausschließlich per Hand, ohne große Maschinen wie Traktoren etc. durchgeführt. Dies ist sehr kosten- und zeitintensiv.
In Kooperation mit dem Hamburger Unternehmen Beesharing wurden auf der Fläche einige Wildbienenkästen aufgehängt, um diesen seltenen Bestäubern einen neuen Lebensraum zu bieten. Seit dem Frühling 2021 summt es nun auch auf der Wiese und es scheint, als ob es den Bienen dort gefällt.

Zwischenbericht Juni/Juli 2021

Wir haben die Fläche auf rund 3000 qm erstmalig sensen lassen. Es ist ordentliche Mahdgut zusammengekommen. Blühpflanzen waren leider nur vereinzelt zu finden, was wir aber auch nicht erwartet haben. Dazu ist die Fläche viel zu “vergrast”. Der nächste Mahdtermin ist Anfang September. Dann werden wir den zweiten Teil der Fläche mähen.

Zwischenbericht September 2021

Im September waren wir zum zweiten Mal auf unserer Obstwiese in Wilhelmsburg aktiv. Die im Sommer gesenste Fläche wurde wiederholt mit der Hand gemäht. Auch diesmal kam wieder ordentlich Heu zusammen. Mittlerweile müssen prüfen, wo wir das ganze Material lagern können. Bauern sind leider nicht interessiert. So langsam beginnt der Oberboden sich zu erholen. Die verfilzte Schicht verrottet und wir hoffen, dass sich im nächsten Jahr die ersten Blühpflanzen ansiedeln werden. Im Oktober werden wir die Brombeere und anderen Aufwuchs entfernen. Die Apfelernte wird in diesem Jahr hervorragend sein.


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