Obstbäume für das NSG Duvenstedter Brook in Hamburg

Bronchicum fördert Vielfalt

Obstbäume bereichern mit ihrer Blütenpracht nicht nur das Landschaftsbild, sie fördern auch die Vielfalt unserer Natur. Meist schmücken sie in der freien Landschaft Feldwege und alte Landstraßen oder wachsen auf alten ungenutzten Streuobstwiesen. Am Waldrand hingegen sind sie nur sehr selten anzutreffen, obwohl sie auch dort einen hohen ökologischen Wert für die Tierwelt aufweisen. Unzählige Insekten und Kleinsäuger wie Mäuse und Bilche, Vögel und natürlich auch das heimische Wild bedienen sich dieser vitaminreichen Kost, die bis zum Winter zur Verfügung steht.

Zur Förderung der biologischen Vielfalt in seinem Revier, entschied sich Förster Jan Malskat, Obstbäume zu pflanzen. Als Unterstützer für sein Vorhaben konnte er die Stiftung Unternehmen Wald und Bronchicum gewinnen, sodass 70 Obstbäume für die Försterei Duvenstedter Brook beschafft wurden. Allerdings nicht irgendwelche, sondern nur alte und fast vergessene Apfel- und Birnensorten als so genannte Hochstammform und natürlich auch Wildobst, als Stammform unserer Kultursorten. Da ein großer Teil vom Forstrevier das Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook ausmacht, waren Wildapfel und Wildbirne – insgesamt 40 an der Zahl, für diesen Bereich bestimmt. Die alten Obstsorten wiederum sollten ihren neuen Platz an ausgewählten Wäldrändern außerhalb des NSGs erhalten.

15 Obstbäume für Familien
Ein schöner und heller Waldrand bot Platz für 15 stattliche Obstbäume. Die Stiftung Unternehmen Wald und die Försterei entschieden sich, diese 15 Bäume an junge Familien zu verschenken. Welcher Stadtbewohner träumt nicht von einem eigenen Obstbaum, der auch noch für das eigene Baby gepflanzt werden kann. Nach einem Aufruf in der Zeitung, waren die Familien schnell gefunden. Am 11. April trafen sich am Wulksfelder Weg die „Auserwählten“ zu einem gemeinsamen Pflanztag. Familien mit Kindern von 3 Monaten bis 13 Jahren waren gekommen, um ihren Obstbaum zu pflanzen. Nach einer kurzen Pflanzeinweisung durch Förster Jan Malskat machten sich die Familien ans Werk. Je nach Wunsch konnte zwischen Birne und Apfel gewählt werden. In eigens vorgebauten Wildschutzvorrichtungen, setzten die Pflanzer ihre Bäume. Und damit sie auch Jahre später ihren Baum wieder erkennen, erhielt jeder Baum eine Baumscheibe mit dem Namen des Kindes. Nach einer guten Stunde war das Werk vollbracht und alle wollten im Herbst wiederkommen, um zu schauen, ob ihr Bäumchen denn schon Früchte trägt.

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