Hilfe für das Auerwild – Bronchicum unterstützt Habitatverbesserung

Im Schwarzwald südlich von Freiburg lebt eine imposante Tierart, die nur noch sehr selten in Deutschlands Wäldern anzutreffen ist. Das majestätische Männchen mit seinem großen und breit gefächerten Stoß (Schwanz) ist charakteristisch für ihn und nicht nur bei Malern ein beliebtes Motiv. Die Rede ist vom Auerwild, unserer größten heimischen Vogelart.

Lebensraum
Als Bewohner von großen ungestörten und lichten Wäldern, ist es nur noch in den Alpen, Schwarzwald, Erzgebirge und Fichtelgebirge anzutreffen. Und auch dort gelten die Bestände als nicht gesichert. Nicht von ungefähr steht das Auerwild auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und bedarf daher unserer Aufmerksamkeit.

Balzender Auerhahn in seiner natürlichen Umgebung, Foto: Dieter Eichstädt
Auerhahn im Habitat, Foto: Dieter Eichstädt

Die Lebensraumansprüche des Auerwildes sind sehr hoch. Sie benötigen stille, zusammenhängende, naturnahe Nadel- und Mischwälder mit vielen Lücken, Blößen und Lichtungen, damit ihre Hauptnahrungsquelle in den Sommermonaten – die Heidelbeere – gedeihen kann. Auch die Möglichkeit zu Staub- und Sandbädern muss gegeben sein, ebenso das Vorhandensein von Ameisen als Nahrung für die Kücken.

Auerwildhabitat_am_Hang_Schwarzwald

Biotop-Pflegemaßnahme
Im Schwarzwald sind noch solche Lebensräume anzutreffen, obwohl sie auch dort langsam verschwinden. Um sie zu erhalten, muss der Mensch mit Hilfe von gezielten Pflegemaßnahmen eingreifen. Eine solche Maßnahme ist die Auflichtung der Bestände zur Förderung der Heidelbeere und ökologischer Kleinstrukturen. Mit Unterstützung von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald führten das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald und der zuständige Revierförster diese Pflegemaßnahmen aus. An geeigneten Stellen auf kleinen Plateaus und an warmen südexponierten Hängen wurden gezielt Bäume zur Auflockerung des Bestandes entnommen, um Licht und Wärme für das Auerwild zu schaffen. Das Auerwild wird diese neu geschaffenen bzw. zurück gewonnenen Habitate aus Erfahrung der Förster nach einiger Zeit wieder annehmen, so dass die hiesige Population mit der Aktion gestärkt wird.

Das Foto vom Auerhahn stammt von der Initiative Artenschutz im Steigerwald

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