Blume des Jahres 2010 – die Sibirische Schwertlilie

Die Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) ist von der Stiftung Naturschutz Hamburg und der Stiftung Loki Schmid als seltenste Blütenpflanzen der Feuchtlebensräume zur „Blume des Jahres 2010“ gewählt worden. 


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Die Göttin des Regenbogens Iris gab der Iris-Blüte den Namen, da es die Blume fast in allen Farben des Regenbogens (außer in rot) gibt. Den Namen Schwertlilie erhielt sie aufgrund ihrer schwertartigen, graugrünen Blätter.

Verbreitung:

Die Sibirische Schwertlilie ist im warmgemäßigten bis gemäßigten Europa, Sibirien und dem Kaukasus verbreitet. Im Osten der USA und in Südost-Kanada ist wurde sie eingebürgert. Sie zählt zu den geschützten Wildpflanzen und kommt nur noch selten vor. Aufgrund Entwässerung, intensiver Bewirtschaftung, Aufforstungen und Bautätigkeit gilt die Iris sibirica in weiten Teilen Mitteleuropas als gefährdet.

Standort:

Die Blume bevorzugt kalkhaltige, feuchtnasse Böden, Sumpfwiesen, Flutmulden, Gräben und feuchte Waldlichtungen. Einer der größten deutschen Wuchsorte der Sibirischen Schwertlilie ist das Wollmatinger Ried am Bodensee

Merkmale:

Die Sibirische Schwertlilie ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. Sie erreicht Wuchshöhen von 50 bis 120 cm. Die Pflanze bildet häufig große Horste aus. Die aufrechten, verzweigten Stängel (einfach oder bis zu dreifach) sind rund und hohl. Die rosafarbenen Laubblätter, die an ihrer Basis etwas kürzer sind als der Stängel, sind zweizeilig angeordnet und auf beiden Seiten dunkel grünen. Horstartiger Bestand der Sibirischen SchwertlilieSie werden 25 bis 80 Zentimeter lang und 0,4 bis 0,9 Zentimeter breit. Die Blütenstände besitzen zwei bis fünf Blüten. Die schmalen bis zu 4 cm breiten Hochblätter sind zur Blütezeit braun und papierartig. Die dreizähligen, zwittrigen Blüten duften nicht und haben einen Durchmesser von 6 bis 7 Zentimeter. Die Hängeblätter sind blau bis blauviolett und 3 bis 6 Zentimeter lang. Die Domblätter sind dunkler und violett geadert. Die Blume hat nur einen Kreis mit drei Staubblättern. Die Bestäubung erfolgt durch größere Insekten. Die Blütezeit geht von Mai bis Juni.

Verwendung:

Die Sibirische Schwertlilie wird häufig als elegante Beetpflanze verwendet. Sie ist aber auch an Teichrändern aufzufinden. Die Wurzeln beinhalten viele ätherische Öle. Im frischen Zustand riecht die Pflanze eher unangenehm. Getrocknet hingegen verbreiten sie einen angenehmen Veilchenduft.

Foto: Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) von Friedrich Böhringer

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