Waldkaufhaus – abgeschlossene Pflanzprojekte

Erstaufforstung in Mansfeld

Ein Wald ist immer eine gute Sache, und man kann sich sehr an ihm erfreuen, wenn ein Bestand erst einmal begründet ist und stabil gen Himmel wächst.
So weit waren wir noch nicht. Unsere Fläche befindet sich in Mansfeld Südharz einer Region mit sehr guten Böden, jedoch starker Trockenheit. Es galt nun 3ha aufzuforsten und dabei einen möglichst stabilen Mischwald zu pflanzen, was wir bei der Baumartenwahl berücksichtigt haben. Quasi einen Wald zu pflanzen, der Fit für den Klimawandel ist und möglichst Stabil ist, im Hinblick auf Krankheiten und anderen Stresssituationen der Bäume.
Dabei haben wir Unterstützung vom Waldkaufhaus und der Stiftung Unternehmen Wald bekommen, die diese Aktion unterstützten, worüber wir uns sehr gefreut haben. Es war aller Hand an Organisationsarbeit zu leisten, denn die Fläche musste vorbearbeitet werden, ein Zaun musste her, um die jungen Pflanzen vor Wild zu schützen, das Pflanzgut musste bestellt werden bis hin zu den Pflanzspaten und Fluchtstangen, die man nicht vergessen durfte um nur einige Punkte zu nennen.
Am Ende war alles geplant, und der Zeitplan stand fest, nur das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. Anfang März wollten wir loslegen, hatten schon viele Helfer organisiert nur das Wetter wollte nicht so wie wir wollten. Bei Minus 20 Grad kommt eine Aufforstung nicht in Frage. Auch die Baumschule bekam die Pflanzen nicht aus dem Boden, und so war nun warten auf besseres Pflanzwetter angesagt, was letztendlich auch kam. So etwas ist zwar ärgerlich wenn man einen straffen Zeitplan geschnürt hat, aber nicht zu verhindern bei Arbeiten. die draußen stattfinden und auf das Wetter angewiesen sind.
Eineinhalb Wochen vor dem Osterfest war es endlich soweit und der Boden war durchgetaut, sodass es losgehen konnte. Trotz der zeitlichen Verschiebung konnten wir noch einige engagierte und fleißige Helfer finden, die vielleicht auch noch einen Diesel in der Garage stehen haben und sich ein besseres Gewissen pflanzen wollten.
Nachdem der Transporter der Baumschule kam, mussten wir erst einmal einen provisorischen Pflanzeinschlag anlegen, damit die Bäume nicht austrocknen. Danach wurden Baum für Baum, Reihe für Reihe gepflanzt, von Sonnenauf- bis Untergang.
Ganze 9 Tage hat es gedauert um die gesamte Fläche zu bestocken, wie es auf Fachchinesisch so schön heißt. Grade noch rechtzeitig konnten wir am Ostersamstag um 17:30 Uhr den Zaun zu machen und Ostern bei den Familien feiern. Es war ein tolles Erlebnis, von dem wir alle viele Jahre erzählen können und ganz viele Menschen, Tiere, Pflanzen und Pilze die nächsten Dekaden von zehren werden.
Wir bedanken uns vom ganzen Herzen für die tolle Unterstützung der Stiftung Unternehmen Wald und all ihren Mitstreitern und Unterstützern!

Ein Pflanzbericht von Familie Hein

Klimwald in Herne
Im Jahr 2014 wütete Sturmtief „Ela“ über dem Ruhrgebiet und hinterließ in den Wäldern eine Schneise der Verwüstung. Auch der Constantiner Wald wurde erheblich geschädigt. Von seiner Gesamtwaldfläche mit rd. 26 Ha wurden 3 Ha flächig geworfen. Es handelte sich vorwiegend um 40 jährige Birken und Weiden. Von der Gesamtfläche des Constantiner Waldes entsprach dies fast 12%.
Nach der Beseitigung des Sturmholzes und den Aufräumarbeiten sollte der Wald wieder aufgeforstet werden.
Um sicher zu gehen, welche Baumarten die geeignetsten für diesen Standort sind, wurde im Rahmen einer Masterarbeit der Ruhruniversität Bochum u. a. ein Bodengutachten erstellt. Denn bei der Fläche handelt es sich um eine Bergehalde der ehemaligen Zeche Constantin Schachtanlage 4/5. Ein gewachsener Boden, so wie er in den umliegenden Wäldern typisch ist, konnte sich hier nicht entwickeln. Dafür benötigt es viele hundert Jahre. Die Wasser- und Nährstoffversorgung und ebenso die Durchwurzelbarkeit sind im Vergleich sehr viel schlechter, was Auswirkungen auf die Baumartenauswahl hat. Das Ergebnis der Bodenuntersuchung brachte zum Ergebnis, dass für diesen Standort eher trockenresistente Arten von Vorteil sind und die zusätzlich auch dem drohenden Klimawandel besser angepasst sein könnten. Diese Aufforstung wird daher in den kommenden Jahren auch wichtige Erkenntnisse liefern, in wieweit die verwendeten Baumarten mit dem Klimawandel zurechtkommen.
Neben den typischen heimischen Arten wie Traubeneiche und Vogelkirsche, werden hier zukünftig auch kleinflächig die Küstentanne, Waldkiefer und Douglasie in Mischung wachsen.

Ein Wald von und für Bürger
In Kooperation mit der Stiftung Unternehmen Wald aus Hamburg, die im Internet das Baumspendeportal www.wald-kaufhaus.de betreibt, wurde im Vorfeld der Pflanzung ein Bürgeraufruf gestartet. Jede Bürgerin und jeder Bürger konnte für den Constantiner Wald einen oder auch mehrere Bäume spenden. So spendeten im Laufe der Zeit viele Waldfreunde rund 850 Bäume.

Viele freiwillige Helfer wollen Bäume pflanzenPflanzaktion in der Försterei Duvenstedter Brook in Hamburg

Der alljährliche Tag des Baumes ist für die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. der wichtigste „Feiertag“, an dem auf die Bedeutung der Bäume für uns Menschen und die Natur aufmerksam gemacht wird. Erstmals 1952 im Bonner Hofgarten mit dem ersten Bundespräsidenten Theodor Heus begangen, wird der Tag des Baumes durch die SDW in ganz Deutschland mit Baumpflanzungen gefeiert.
Am 11. April trafen sich auf Einladung der SDW Hamburg rund 30 freiwillige Helfer zur diesjährigen Pflanzaktion im Wulksfelder Wald, der durch die Hamburger Revierförsterei Duvenstedter Brook betreut wird.
Bei schönsten Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen stand die Pflanzung von Rotbuchen in einem bestehenden Fichtenwald auf dem Programm.
Die neue Waldgeneration aus Buchen soll zukünftig die Fichte ablösen und einen stabilen und ökologisch wertvollen Mischbestand bilden.
Nach der Begrüßung von Wolfgang Pages, 1. Vorsitzender der SDW Hamburg, pflanzten die Teilnehmer in Zweier-Gruppen an ausgewiesenen Stellen – in großen Kronenlücken mit viel Lichteinfall – ihre Bäume. Mit viel Freude und Elan waren die Pflanzer bei der Arbeit. Nach rund zwei Stunden Arbeit waren alle Lücken bepflanzt. Nun mussten die Bäume noch ordentlich gewässert werden, um eine optimale Startvoraussetzungen zu erhalten.

Wir danken allen Baumspenden für Ihre Unterstützung!

Eichen und Eiben im Krattwald – WaldKaufhaus
Kratteiche_wikipediaAm Flidderberg in Handeloh /Nordniedersachsen befindet sich auf einer Fläche von rund 2000qm ein alter Kratteichenwald mit 150 Jahre alten Eichen. Stiel- und Traubeneichen werden als Kratteichen bezeichnet, wenn sie in jungen Jahren im regelmäßigen Turnus von 10-30 Jahren zur Brennholzgewinnung immer wieder auf den „Stock“ gesetzt wurden und anschließend wieder austreiben. Diese Bewirtschaftungsweise wird auch als „Niederwaldwirtschaft“ bezeichnet, die heute aber kaum noch angewandt wird. Daher sind die Eichen auch „durchgewachsen“ und haben bizarre Formen angenommen. Zur Verjüngung des Bestandes wurden mit Hilfe des WaldKaufhauses 300 junge Eichen und Eiben im November 2014 durch Schülerinnen und Schüler gepflanzt.
Wir bedanken uns bei allen Baumspendern.

Wildobst im Wald – Pflanzprojekt Handeloh/Niedersachsen

Im Rahmen des Erhaltes von seltenen Baumarten wurden in der Pflanzsaison 2013 auf einer Fläche in Handeloh (Niedersachsen), Forstort Flidderberg, Elsbeeren, Speierlinge und Wildobst unter einem Bestandesdach von Eiche gepflanzt. Nicht nur, dass es sich bei der Elsbeere um den „Baum des Jahres 2011“ handelt, sondern auch im Kontext zum „Internationalen Jahr des Waldes“, sollten diese nicht ganz alltäglichen Bäume in zukünftigen Waldgenerationen wieder vertreten sein. Die Elsbeere sowie auch der Speierling haben Jahrzehnte als Waldbäume kaum Beachtung gefunden, in Zeiten des Klimawandels sind sie aber durchaus zukunftsfähig.

Insgesamt wurden auf dieser Fäche 235 Wildobstbäume gepfanzt.

Wir sagen danke!

Aufforstung im Münstertal/Baden-Württemberg
Im Münstertal wütete 2005 Jahren ein schwerer Tornado und zerstörte eine große Waldfläche. Da die Naturverjüngung auf großer Fläche ausblieb, wurde diese mit Unterstützung durch das WALDKaufhaus mit Douglasien und Buchen aufgeforstet. Insgesamt konnten so 343 Buchen und 250 Douglasien dem Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald, Forstbezirk Staufen für die Pflanzung zur Verfügung gestellt werden.

Wir danken für Ihre Unterstützung.

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