Waldfledermausschutz in Schleswig-Holstein

Bronchicum unterstützt Wiederansiedlung

Fledermäuse gehören in Deutschland zu den bedrohtesten Säugetierarten überhaupt. Eines der größten Probleme ist für viele Arten die akute „Wohnungsnot“. Sowohl Fledermausarten, die in oder an unterschiedlichsten Gebäuden leben, als auch solche, die im Wald Unterschlupf finden, sind betroffen.

Häuser werden modernisiert und isoliert, so dass Zwergfledermaus, Breitflügelfledermaus und Co. keinen Zugang mehr finden. Und in den relativ jungen Wäldern im nördlichen Schleswig-Holstein mit zudem recht hohem Nadelholzanteil, gibt es nicht genug natürliche Baumhöhlen, die Wasserfledermaus, Mückenfledermaus oder Großem Abendsegler als Quartier dienen könnten. Das Projekt „Zukunft Fledermaus Westküste“, das von der Tierärztin Dr. Ute Seifert ins Leben gerufen wurde, will hier Abhilfe schaffen. Seit 2008 sind in der Westküstenregion im nördlichen Schleswig-Holstein im Rahmen des Projektes bereits 8 Kastenreviere mit 643 Fledermauskästen verschiedener Bauart aufgehängt worden, die sehr schnell gefunden und angenommen wurden. Das Ziel ist ein großer Verbund entlang der Westküste, der die Ausbreitung der Fledermäuse fördern und den Austausch der Populationen sichern soll.
Mit Unterstützung von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald konnten zwei weitere Fledermausstandorte nördlich von Husum mit insgesamt 121 Kästen eingerichtet werden. Im Forstrevier Drelsdorfer Forst wurden 77 Kästen und im Wald Haaks bei Bohmstedt wurden 44 Kästen aufgehängt. Zusätzlich konnten bereits bestehende Reviere mit weiteren Kästen bestück werden. Das Ziel eines großen Verbundsystems ist nun wieder ein Stück näher gerückt.

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