Waldbrandüberwachung in Niedersachsen wird effektiver

Kameragestütztes Überwachungssystem geht an den Start

(Braunschweig/Lüneburg) Am 24. Juni 2009 geht das weltweit modernste Waldbrand-Früherkennungssystem (AWFS) in Niedersachsen an den Start. Forstminister Ehlen und Klaus Jänich, Vizepräsident der Landesforsten, geben heute den Startschuss für das neue Überwachungssystem.

Waldbranduberwachung mit der KameraVon insgesamt 17 Kamerastandorten werden die Waldflächen mit hohem und mittlerem Waldbrandrisiko (das sind die Landkreise Gifhorn, Celle, Soltau-Fallingbostel, Lüchow-Dannenberg, Uelzen und Lüneburg) zukünftig überwacht. Mit Hilfe der Kameras können rund 400 000 ha Wald in Niedersachsen beobachtet werden, die Reichweite je System liegt zwischen 10 bis 20 km. Bis Mitte Juli sollen alle 17 Kameras ihre Arbeit aufnehmen.

Die Zentrale der Waldbrandüberwachung wurde im Behördenzentrum Lüneburg eingerichtet, damit sind kurze Wege im Alarmierungsfall zu Polizei und Feuerwehr sichergestellt. Die Leitstelle ist mit 5 Arbeitsplätzen ausgestattet. Dort werden die Bilder analysiert, die Waldbrände lokalisiert und die
Alarmierung der Feuerwehr ausgelöst. Als Operatoren konnten Forstwirtinnen und Forstwirte aus den umliegenden Niedersächsischen Forstämtern gewonnen werden.

„Mit dem heutigen Tag geht die Waldbrand-Früherkennung in Niedersachsen in ein neues digitales Zeitalter. Niedersachsen hat damit das weltweit modernste System für seine Waldbesitzer installiert, in der Hoffnung frühzeitig Waldbrände zu erkennen und Katastrophen wie 1975 zu verhindern“, so Forstminister Hans-Heinrich Ehlen.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,2 Mio. Euro, hiervon fördert die Europäische Union 1,6 Mio. Euro und das Land Niedersachsen trägt 0,6 Mio. Euro.

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