Traubeneiche – Baum des Jahres 2014

Blätter der Traubeneiche. Quelle: wikipediaDie Traubeneiche wurde vom Kuratorium Baum des Jahres gewählt

Die Traubeneiche ist gemeinsam mit der Stieleiche und der selteneren Flaumeiche eine der heimischen Eichenarten. Ihr wertvolles Holz und die Bedeutung der Früchte für die Schweinemast haben dafür gesorgt, dass sie in früheren Jahren vom Menschen gefördert wurde. Alte Eichenwälder spielen für viele Tier- und Pilzarten eine wichtige Rolle. Als Baumart des trockeneren Hügel- und tieferen Berglandes hat sie auch in Zeiten des Klimawandels gute Chancen, in Zukunft hier zu wachsen.


Von der Stieleiche ist sie durch die in Trauben hängenden Früchten (daher der Name) und den länger gestielten Blättern zu unterscheiden. Die Bäume können bis zu 1.000 Jahre alt werden und gelten als Symbol für Kraft und Dauerhaftigkeit.

Artenmerkmale

  • Höhe: bis max. 40 m
  • Alter: bis 1000 Jahre

Blätter:
Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der Blattstiel ist 2 bis 3 cm lang und gelb. Die einfache, ledrigen Blattspreite ist 8 bis 12 (selten bis 16) Zentimeter lang, 5 bis 7 (selten bis 10) cm breit, an der Basis kurz keilförmig verschmälert und in fünf bis acht, selten bis zehn engen Buchten abgerundet gelappt. Die Blattoberseite ist tiefgrün glänzend und die Unterseite ist heller, anfangs büschelig flaumig und seidig behaart, später verkahlend.

Früchte:
Die Traubeneiche wird mit ca. 40-60 Jahren geschlechtsreif. Sie blüht im Mai ca. 14 Tage nach der Stieleiche. Die Früchte reifen im September/Oktober und stehen in Gruppen von drei bis sechs Stück zu Trauben gehäuft – daher auch der Name Traubeneiche. Die Eicheln sind 2-3cm lang und stecken zu einem Viertel im Fruchtbecher.

Standortansprüche:
TraubeneicheDie Traubeneiche hat änhliche Anforderungen wie die Stieleiche, kann aber auf trockneren und nährstoffärmeren Standorten gedeihen. Sie verträgt aber mehr Wärme und Trockenheit. Anders als die Stieleiche
mag sie keine so feuchtend Standorte.

ist eine Baumart der planaren (bis 150 m) und kollinen (bis 300 m), seltener der montanen (bis 600 m) Höhenstufe mit feucht-milden Wintern und warmen Sommern (atlantisches Klima). Sie bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründige, gut wasserversorgte Lehm- und Tonböden. Aber auch auf Böden mit zeitweiligem Wasserüberschuss (Staunässe) und auf nährstoffärmeren Sandböden zeigt sie gute Wuchsleistungen. Sie ist bestandsbildend in der periodisch überfluteten Hartholzaue mit Esche und Ulme in größeren Flussniederungen.

Wurzelsystem:
Bereits in frühester Jugend wird ein Pfahlwurzelsystem angelegt. Im hohen Alter wird die Pfahlwurzel durch Senkerwurzeln begleitet. Die Feinwurzelausbildung ist gering. Diese starke Durchwurzelung bewirkt eine große Stabilität und damit eine sehr geringe Windwurfgefahr.

Waldbau
Die Traubeneiche wird waldbaulich genauso behandelt wie die Stieleiche

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