Seltene Baumarten

Seltene Baumarten: Die Elsbeere und der Speierling

Speierling und Elsbeere sind nur selten in unseren Wäldern anzutreffen, obwohl gerade das rötliche Holz der Elsbeere sehr kostbar ist. Als Nebenbaumart im Wald oder am Waldrand erhöhen Speierling und Elsbeere die biologische Vielfalt. Die Früchte bieten Vögeln, Insekten und Säugetieren ein wertvolles Nahrungsangebot, und die Blätter führen dem Boden bei der Zersetzung wichtige Nährstoffe zu.
Der Speierling spielt auch kulturhistorisch eine besondere Rolle. Er zählt zu den ältesten und schönsten Obstbäumen und wurde im Jahr 1993 zum „Baum des Jahres” ernannt. Er wird bis zu 20 m hoch und schmückt sich mit gefiederten Blättern. Aus den Früchten des Speierlings werden schon seit Jahrhunderten Konfitüre, Most, Wein und Essig hergestellt.

Elsbeerenpflanzung
Speierling und Elsbeere sind nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch bei den Förstern in Vergessenheit geraten. Daher gibt es in ganz Deutschland auch nur ein paar wenige Baumschulen, die sich auf die Aufzucht der Elsbeere und des Speierlings spezialisiert haben. Um die Baumart wieder in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken, unterstützte Bronchicum Elsbeeren- und Speierlingspflanzungen in Süddeutschland, dem natürlichen Verbreitungsgebiet der beiden Arten.

Vor allem in Bayern und Baden-Württemberg pflanzte unser Projektpartner „Urholz“ in verschiedenen Wäldern und öffentlichen Flächen die beiden Baumarten. Gepflanzt wurden keine typischen Forstpflanzen, sondern konkurrenzstarke, bis zu vier Meter hohe Bäume. So wird ein Wuchsvorsprung gegenüber anderen Baumarten gewährleistet.

Pflanzorte waren der Kaiserstuhl, die Schwäbische Alb, Heidelberg, München aber auch in Mecklenburg-Vorpommern und Luxemburg.

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