Sachsen startet Bodenschutzkalkung

Sachsens Forstminister Frank Kupfer informierte sich über Bodenschutzkalkung bei Sayda im Landkreis Freiberg. “Wir sind überzeugt, dass mit der Kalkung der tief reichenden Bodenversauerung entgegengewirkt werden kann und sich dadurch die Filter-, Puffer- und Speicherfunktion der stark belasteten Waldböden verbessert.”

In Sachsen werden pro Jahr durchschnittlich rund 15.000 Hektar ausgewählte Waldflächen gekalkt. Forstminister Kupfer hob hervor, dass seit Beginn der Kalkung vor 18 Jahren schon mehr als eine Million Tonnen Kalk meist per Hubschrauber oder Flugzeug ausgebracht wurden.

Die Bodenschutzkalkung sei auch Grundlage für den Umbau der Fichtenwälder in Mischwälder, so Staatsminister Kupfer angesichts einer vom Orkan “Kyrill” im Januar letzten Jahres hinterlassenen Kahlfläche. “Wir müssen unsere Wälder für den Klimawandel fit machen. Das bedeutet, wir müssen den Waldumbau z. B. mit Eiche, Buche, Tanne und, wo sinnvoll und möglich, auch Douglasie vorantreiben”, so Kupfer weiter.

Waldböden nehmen mit ihrer Filter-, Puffer- und Speicherfunktion im Naturhaushalt eine zentrale Stellung ein. Nur ein gesunder Waldboden garantiert vitale, stabile Waldökosysteme sowie sauberes Wasser. Die Ergebnisse der Bodenzustandserhebung 1992 bis 1997 in den sächsischen Wäldern zeigen, dass die Waldböden auf großer Fläche tiefreichend versauert sind und trotz abnehmender Tendenz bei der Schwefelbelastung noch immer ökologisch unvertretbar hohen Stoff- und Säureeinträgen ausgesetzt sind. Neben einer naturnahen Bewirtschaftung der Wälder und dem langfristigen Umbau von Nadelholzreinbeständen in standortgemäße, vielschichtige Mischwälder kommt hierbei der Bodenschutzkalkung eine Schlüsselrolle zu. Sie hilft, die Zeit für den Wald zu gewinnen, die für die Begrenzung der Emissionen einerseits und für seinen Umbau andererseits notwendig ist.

23.07.2008 www.wald.sachsen.de

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