Aufforstung am Staersbach

Gewässerrandbepflanzung zur Bildung einer typischen Bachflora

Der Staersbach ist ein wildes kleines Flüsschen in der Nordheide mit einem ursprünglichen Verlauf. Er ist bei Anglern sehr beliebt, beherbergt er doch einen starken Besatz an der heimischen und seltenen Bachforelle. Er windet sich durch Heidelandschaften, vorbei an Ortschaften, Straßen und Wäldern.

Dennoch gibt es weite Strecken am Fluss, die durch das Einwirken des Menschen nicht mehr naturgemäß sind. Dazu gehören auch die häufig am Fluss entlang wachsenden Fichtenwälder. Sie beherbergen nur eine geringe Artenvielfalt. Durch ihre starke Beschattung und der sauren Nadelstreu wirken sie sich sehr negativ auf die Gewässer aus. Von Natur aus würden typische Au- und Bruchwälder die Böschung des Flüsschens säumen.
Staersbach
So entschloss sich der Landkreis Harburg, zu dessen Gebiet der Staersbach gehört, die fremde Fichte durch charakteristische Gewässerbaumarten wie Erle, Eschen und Stieleichen mit Hilfe von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald Deutschland e.V. abzulösen.
Die rund 2000 qm große Fichtenwaldfläche wurde vorsichtig geräumt und mit den genannten Baumarten aufgeforstet. Eine Pflanzung per Hand war auf dieser Fläche nicht mehr möglich, da die dicke Streuschicht ein Durchkommen zum Mineralboden nicht zuließ. Daher wurde ein Minibagger eingesetzt, der die dicke Streuschicht abzog und mit einem speziellen Meißel an der Baggerschaufel Löcher in die Erde stach.
Pflanzung
In diese wurden dann die jungen Bäume gepflanzt. Um auf einen Zaun zu verzichten, wählte die Försterin für die Aufforstung größere Bäume, so genannte Heister, dessen Endknospe vom Rehwild nicht mehr erreichbar ist. So wurde gewährleistet, dass sich in Zukunft ein kraftvoller Auwald entwickelt.

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