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Waldbrand

Waldbrände entstehen unter natürlichen Bedingungen durch Blitzschlag, vulkanische Aktivitäten und Selbstentzündung. In Deutschland spielt als natürliche Entstehung die Selbstentzündung und Blitzeinschlag eine Rolle. Weitere Ursachen für Waldbrand in Deutschland sind vor allem:

  • Fahrlässigkeit durch Waldbesucher und der Forstwirtschaft
  • Brandstiftung
  • Militärübungen

Waldbrände werden in verschiedene Arten unterteilt, die auch unterschiedliche ökologische Auswirkungen haben:

  • Erdfeuer: Schwelbrände im Boden, die vor allem bei angehäufter organischer Auflage z.B. Torf entstehen. Da sie unterirdische Organe (Wurzeln) der Bäume und Samen zerstören, sind sie in ihren Auswirkungen am schlimmsten
  • Boden- oder Lauffeuer: Verbrennung der Streu und oberirdischer Teile der Pflanzen. Ob auch Bäume getötet werden, hängt von deren Rindenstärke ab. Durch die Verbrennung der Streu wird der Prozess der Minaralisierung beschleunigt. Die mineralisierten Nährstoffe unterliegen in stärkeren Maße der Auswaschung, da Pflanzenwurzeln und Ton-Humus-Komplexe zur Bindung der Nährstoffe zerstört sind.
  • Kronenfeuer: entstehen, wenn für Bodenfeuer genügend Material vorhanden ist, so dass diese in den Kronenbereich hochschlagen können.
  • Vollfeuer: Kombination aus Boden- und Kronenfeuer haben in der Regel den Tod der betroffenen Bestände Folge, da Blatt-/Nadelmasse und Knospen zerstört werden.

Ökologische Besonderheiten:
In den USA gibt es einige Kiefernarten, die zum dauerhaften Überleben auf Feuer angewiesen sind. So öffnen sich die Zapfen dieser Kiefernarten erst dann, wenn sie einer hohen Temperatur ausgesetzt wurden. Dieses Phänomen lässt sich über die Lichtbedürftigkeit der Kiefer erklären. Die Lichtverhältnisse in einem dichten Wald sind zum Gedeihen der Jungpflanzen nicht ausreichend. Nach einem Waldbrand bieten die Lichtverhältnisse den jungen Kiefernkeimlingen beste Aufwuchsbedingungen.

Voraussetzung und Wirkungszusammenhänge:

  • Klimavoraussetzung

– längere, warme Trockenperioden
– trockene Winde
– häufig bei Auflösung von Hochdruckwetterlagen

  • Jahreszeit

– Mitte März-Mai: ausreichend vorhandene, trockene Bodenvegetation
– Juni/Juli: Sommerdürre

  • Tageszeit

– Entzündungsgefahr beginnt ab ca. 10 Uhr, da Morgentau verdunstet ist

  • Waldtyp

– starke Gefährdung besteht für dichtstehende Nadelholzreinbestände, bis zum Alter von 40 Jahren, vor allem bei Kiefer
– am wenigsten gefährdet sind Altholz-Mischbestände
– Laubholz-Unterstand unter Nadelholzbeständen wirkt sich positiv auf das Bestandesinnenklima aus und vermindert daher die Entzündungsgefahr
– trockene, sandige Standorte mit geringer Wasserversorgung
– trockene Grasdecken, Reisig, Heidevegetation

Vorbeugende Maßnahmen

  • Waldbauliche Maßnahmen

– Begründung (Pflanzung) von Mischbeständen aufgrund des feuchteren Innenklimas
– Anlage von Feuerschutzstreifen zur Unterbrechung großer Kiefernbestände; entweder min. 10 m breite Krautstreifen (Wildwiesen) oder ca. 50 m breite Laubholzstreifen

Mehr zum Thema Waldbrand erfahren Sie auch in der Rubrik Presse.

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