Waldknigge

Der Wald, der ist für alle da!

Ob für Spaziergänger, Radfahrer, Reiter, Jogger oder Wanderer – jeder darf den Wald auf seine eigene Art und Weise nutzen. Damit aber jeder ungestört seinen Ausflug im Wald genießen kann, ist es notwendig, Rücksicht auf den Wald, seine Tiere und Pflanzen sowie andere Erholungsuchende zu nehmen.

Wir möchten Sie daher bitten, folgende Regeln im Wald zu beachten:

  • Spaziergänger …

Spaziergänger, Wanderer … dürfen sich grundsätzlich frei im Wald bewegen. Bei Sperrungen von Wegen oder Waldflächen, z.B. durch Holzfällung, sollten diese Bereiche aus Sicherheitsgründen gemieden werden. Auch eingezäunte Forstkulturen und bepflanzte Flächen sollten zum ungestörten Aufwachsen der nächsten Waldgeneration nicht betreten werden.

  • Radfahrer …

Radfahren ist auf allen Fahrwegen im Wald gestattet. Allerdings müssen sich auch Mountainbike-Fahrer an diese Wege halten, um Pflanzen und Tiere zu schonen. Und natürlich Rücksicht auf andere Waldbesucher nehmen!

  • Reiten …

Reiten im Walde ist – wie das Radfahren – auf allen Fahrwegen gestattet.
Auch hier gilt: Abteilungslinien (das sind die Grenzen zwischen den unterschiedlichen Baumbeständen), Fußpfade und Rückewege gehören nicht zu den Fahrwegen.

  • Hunde …

Auch der liebste Hund kann sich nicht immer gegen seine Ur-Instinkte wehren und jagt dann hinter dem Wild her. Halten Sie ihn deshalb immer an der Leine, damit das Wild
ungestört leben kann. (Auf vielen Waldflächen besteht nach den Bundes- und Länder-Waldgesetzen für bestimmte Zeiten Leinenzwang!)

  • Fahrzeuge …

Autos und Motorräder müssen stets draußen bleiben, es sei denn, der Fahrer besitzt eine Genehmigung des Forstamtes. Parken Sie bitte nur auf den ausgewiesenen Parkplätzen, da Ihr Fahrzeug sonst zum Hindernis für Rettungswagen und Holztransporter werden könnte. Übrigens: zu Fuß ist es im Wald viel schöner und gesünder!

  • Feuer …

Eines der schlimmsten Katastrophen für den Wald und seine Bewohner ist ein Waldbrand. Daher darf man nur auf den ausgewiesenen Plätzen Feuer machen. In der Zeit vom 1. März bis 31. Oktober darf man im Wald nicht rauchen, da schon ein kleiner Funke in der trockenen Streu einen Waldbrand verursachen kann.

  • Ausblicke und Einsichten …

Auch wenn man von dort oben eine schöne Aussicht hat, dürfen jagdliche Einrichtungen (z. B. Hochsitze) schon aus Sicherheitsgründen nicht betreten werden. Es gibt aber reichlich schöne Aussichten auch an den Waldrändern!

Noch einige grundsätzliche Regeln, die Sie beachten sollten:

  • Bei Gewitter und Sturm sollten Sie den Wald verlassen!
  • Zutrauliche Wildtiere auf keinen Fall anfassen, da Tollwutgefahr besteht!
  • Waldfrüchte und Pflanzen wegen der Infektionsgefahr durch den Fuchsbandwurm nie roh verzehren.
  • Wenn Sie auf bestimmte Insekten allergische Reaktionen zeigen, vergessen Sie Ihre Medikamente nicht!
  • Umgehen Sie niemals forstliche Absperrungen, es droht Lebensgefahr durch Fällarbeiten

Ein Waldbewohner ist auch die Zecke. Meist bleibt ihr Biss für uns Menschen folgenlos. Es geht von ihr aber eine Gefahr der Infektion mit Borreliose und FSME aus. Beide Krankheiten können bei reichzeitigem Erkennen medikamentös behandelt werden. Daher sollte Folgendes beachtet werden:

  • Zecke mit Pinzette oder Zeckenzange entfernen, dabei spielt es keine Rolle, ob die Zecke rechts- oder linksherum herausgezogen wird.
  • Bissstelle markieren und die nächsten Tage genau beobachten
  • Bei starker Rötung der Bissstelle (ab etwa dem Umfang eines Zehnpfennigstückes) oder Auftreten von grippeähnlichen Symptomen sollte der Arzt aufgesucht werden!

Zu guter Letzt …
Diese wenigen Regeln garantieren Ihnen und allen anderen Waldbesuchern einen schönen Tag im Wald – übrigens auch deshalb, weil Sie der Flora und Fauna gegenüber den nötigen Respekt erweisen.

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