Zwischen Wurzel und Wipfel: Zahlen aus dem Reich der Wälder

WWF-Fakten zum Tag des Waldes am 21. März

Berlin – 3,9 Milliarden Hektar Wald gibt es heute noch auf unserer Erde – ein Hort für viele geheimnisvolle Bewohner, faszinierende Rekorde und seltene Pflanzenarten. Immerhin zwei Drittel der 1,3 Millionen bekannten Tier- und Pflanzenarten leben im Wald. Insgesamt werden sogar 9,5 Millionen Spezies in Wäldern vermutet, die bislang noch unentdeckt zwischen Wurzel und Wipfel leben.


Die Wälder der Erde sind daher ein wahrer Fundus für Wundersames. Einige spannende Zahlen hat der WWF zum Tag des Waldes am 21. März zusammengestellt:

Waldfläche in Europa
Etwa 160 Millionen Hektar Wald gibt es in der EU, das entspricht mehr als der Fläche Deutschlands, Frankreichs und Spaniens zusammen. Allerdings macht dies gerade einmal vier Prozent der weltweiten Waldfläche aus. Deutschland hat laut jüngster Bundeswaldinventur 11,075 Millionen Hektar Wald zu bieten, etwa ein Drittel der Fläche. Davon sind 59% Nadelwälder und 41% Laubmischwälder. Weniger als 1% gelten als geschützte „Wildnis“.

Waldreichste Land
Das waldreichste Land der Erde ist Russland, mit rund einem Viertel aller Wälder. Das größte zusammenhängende Waldgebiet der Erde ist eine boreale Waldfläche in Sibirien mit einer Größe von über 800 Millionen Hektar. Das größte zusammenhängende Regenwaldgebiet der Erde befindet sich im Amazonas-Becken.

Abholzung der Regenwälder
Pro Jahr werden weltweit im Durchschnitt 13 Millionen Hektar Wald abgeholzt. Pro Minute ist dies eine Fläche von rund 35 Fußballfeldern. Während eines 90minütigen Fußballspiels wird demnach eine Waldfläche von 3114 Fußballfeldern vernichtet. Seit 1960 wurden Tropenwälder in der Größe von halb Europa vernichtet, 645 Millionen Hektar.

Die Zerstörung der Wälder bedroht rund 80 % der gefährdeten Säugetier- und Vogelarten. Außerdem gefährdet sie uns Menschen: Laut UN hängt die Existenz von 60 Millionen Menschen direkt von Wäldern ab.

Waldfunktion
Wälder sind von unschätzbarem Wert: Sie speichern Wasser, liefern Sauerstoff und Ressourcen frei Haus und regulieren das Klima. Sie sind eine echte Wirtschaftsmacht: Das im Jahr 2005 weltweit industriell eingeschlagene Holz hatte einen Wert von annähernd 77 Milliarden Euro. Der Wert weiterer Waldprodukte wird für das Jahr 2005 auf etwa 14 Milliarden Euro geschätzt. Der tatsächliche Wert dürfte weitaus höher liegen, weil sie kaum statistisch erfasst werden.

Älteste, größter und dickster Baum
Der älteste Baum der Welt ist eine 9.550 Jahre alte Fichte im schwedischen Dalurna. Der höchste Baum der Erde, ein 115,5 Meter hoher Mammutbaum (Sequoia sempervirens), steht im kalifornischen Redwood Nationalpark. Die Mexikanische Sumpfzypresse (Taxodium mucronatum) in Santa María del Tule im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca trägt den Titel des dicksten Baumes der Welt mit beeindruckenden 14.05 Metern Durchmesser.
Als voluminösester Baum der Welt gilt der Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum) im Sequoia-Nationalpark in Kalifornien mit 1.489m³. Sein Gewicht wird auf 1.385 Tonnen geschätzt, sein Alter auf 2.500 Jahre. Gleich zweimal vergeben ist die Kategorie des winterhärtesten Baumes der Welt: Die Dahurische Lärche (Larix gmelinii) und die Ostasiatische Zwergkiefer (Pinus pumila) widerstehen beide Temperaturen bis zu −70°C.

Wald schützen kann jeder – hier einige WWF-Tipps zum Papiersparen:

  • weniger Papier verbrauchen
  • so oft wie möglich Recyclingpapier nutzen
  • Papier konsequent recyceln und niemals in die Restmülltonne werfen
  • bei Papier aus frischen Fasern nur zu denen greifen, die das FSC-Zertifikat tragen. Bei FSC stammt das Holz für den Zellstoff aus verantwortungsvoll, gut bewirtschafteten Wäldern.
  • Dokumente, die nicht ausgedruckt werden müssen, als .wwf verschicken. Das grüne Dateiformat ist ein pdf, das sich nicht drucken lässt. Mehr dazu unter www.saveaswwf.de

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