Wissenschaftlichen Beirat für Waldpolitik

MischwaldAigner gründet „Wissenschaftlichen Beirat für Waldpolitik
Der Expertenrat soll den Diskurs über die nachhaltige Waldnutzung fördern und dem BMELV beratend zur Seite stehen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat einen „Wissenschaftlichen Beirat für Waldpolitik“ ins Leben gerufen. Dieser soll das Bundeslandwirtschaftsministerium künftig in allen Fragen der nachhaltigen Waldbewirtschaftung beraten und dazu beitragen, die Entscheidungsgrundlagen für die Forstpolitik in Deutschland weiter zu verbessern, um den vielfältigen Ansprüchen der Gesellschaft an die Wälder und ihre Relevanz für den Klimaschutz, als Rohstofflieferant, als Lebensraum für Flora und Fauna und als Rückzugsraum für Erholung suchende Menschen gerecht zu werden.

„Unsere Wälder sind wertvoll, wir dürfen sie nicht überfordern. Deshalb ist es eine große Herausforderung für die Politik, die verschiedenen Ansprüche an den Wald in einer Gesamtabwägung zu bewerten und optimale Rahmenbedingungen zu schaffen. Für die Zukunft des Waldes ist es entscheidend, eine ausgewogene Balance zwischen seiner Nutzung, seinem Schutz und dem Erholungsangebot für die Bevölkerung zu finden. Dafür brauchen wir belegbare, wissenschaftliche Grundlagen darüber, wie zum Beispiel Naturschutz wirksam gewährleistet werden kann oder welche ökonomischen Auswirkungen Auflagen für Waldbesitzer haben“, sagte Aigner.

Aufgabe vom Expertenrat
Der Expertenrat soll den Diskurs über die nachhaltige Waldnutzung fördern. Er soll helfen, die teils divergierenden Ansprüche an Klimaleistung, Biodiversität, Rohstoffbasis, Erholungs¬leistung und Energie wissenschaftlich fundiert aufeinander abzustimmen und mögliche Konflikte zu lösen. Besonderen Wert legt Bundesministerin Aigner darauf, den Beirat auf eine breite wissenschaftliche Grundlage zu stellen und Wissenschaftler aus allen relevanten Fachrichtungen einzubeziehen. Zurzeit läuft der Auswahl- und Berufungsprozess.
Ein hoher Bedarf an Begleitforschung besteht insbesondere im forstlichen Umweltmonitoring – zum Beispiel im Rahmen der Kronenzustandserhebung, der Bundeswaldinventur oder der Bodenzustandserhebung. Das Wissen über Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald sowie über den Zusammenhang zwischen Waldbewirtschaftung und biologischer Vielfalt soll ebenfalls verbessert werden, um bestehende wissenschaftliche Lücken zu schließen. Diese und weitere Fragen wird der Expertenrat begleiten und dafür Sorge tragen, dass die Ergebnisse in die politischen Entscheidungsprozesse Eingang finden.

Quelle: Bundeslandwirtschaftsministerium, 30.5.2103

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