Wildtierbrücke ist erfolgreich

Brandenburg: Wildbrücke am Pfingstberg nach zwei Jahren ein Erfolg.
Rund 4.500-mal verzeichneten Infrarotkameras der Landesforstanstalt Eberswalde Wildtiere auf Brandenburgs erster Wildbrücke über der A 11 zwischen Joachimsthal und Pfingstberg. Mit Abstand häufigster Nutzer war weibliches Damwild mit seinen Kälbern gefolgt von Wildschweinen und Feldhasen.

Eher scheu zeigte sich dagegen Rotwild. Bisher wurde nur eine Querung im Dezember 2006 protokolliert. 400-mal waren unbefugt Menschen unterwegs. Sie werden hier als Störfaktor wahrgenommen. Dennoch gilt das Projekt unter den Fachleuten als großer Erfolg: Zerschnittene Naturräume diesseits und jenseits der Leitplanken werden dank der Brücke wieder miteinander verbunden.

Wildschutzzäune erhöhen die Verkehrssicherheit, verhindern jedoch gleichzeitig die für Wildtierarten mit hohen Raumansprüchen überlebenswichtige Wanderung zwischen ehemals unzerschnittenen Lebensräumen. Die 2005 fertig gestellte „grüne” Brücke besteht aus Stahlbeton, über den eine Spezialfolie gelegt und der anschließend mit Sand und Mutterboden abgedeckt sowie mit Sträuchern und Bäumen bepflanzt wurde. Ihre Baukosten lagen bei etwa 2,8 Mio. Euro. Mit einer Länge von 80 Metern und einer Breite von 50 Metern ermöglicht sie allen Tieren ein gefahrloses Überqueren der Fahrbahnen. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Wildtiere ruhig über die Brücke ziehen und viele dabei sogar Nahrung aufnehmen, ein Indiz für die Akzeptanz des Bauwerkes im Wildlebensraum. Noch überwiegen die nächtlichen Querungen, aber mit zunehmender Vegetationsentfaltung auf der Brücke wird sich auch dies ändern.

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