Waldzustandsbericht 2008 für Deutschland

Der Zustand des Waldes in Deutschland ist nahezu unverändert – Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2008 für alle deutschen Wälder veröffentlicht.
Die Wälder haben sich 2008 deutschlandweit über alle Baumarten hinweg betrachtet, kaum verändert: Der Flächenanteil der Bäume mit deutlicher Kronenverlichtung (Schadstufen 2 – 4) beträgt 26 Prozent (2007: 25 Prozent).


Der Anteil der Warnstufe (Schadstufe 1) beträgt 43 Prozent (2007: 45 Prozent). Ohne Verlichtung waren 31 Prozent (2007: 30 Prozent).
Die Buche hat sich deutlich erholt. Gegenüber dem Vorjahr 2007 hat sich der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen bei dieser Baumart um neun Prozentpunkte auf knapp ein Drittel verringert. Sorgenkind bleibt die Eiche, bei der jetzt über die Hälfte der Bäume eine deutliche Kronenverlichtung von mehr als ein Viertel zeigt.

Fichte
Bei der Fichte beträgt der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen 30 Prozent (2007: 28 Prozent). Die mittlere Kronenverlichtung blieb gegenüber dem Vorjahr mit 20,8 Prozent unverändert.

Kiefer
Die Kiefer zeigt einen Anteil deutlicher Kronenverlichtungen von 18 Prozent (2007: 13 Prozent). Die mittlere Kronenverlichtung ist von 17,8 Prozent auf 18,9 Prozent angestiegen.

Buche
Die Buche hat sich deutlich erholt. Der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen ist auf 30 Prozent gesunken (2007: 39 Prozent). Die mittlere Kronenverlichtung hat sich von 25,6 Prozent auf 22,0 Prozent verringert. Begünstigt wurde die Erholung dadurch, dass die Bäume dieses Jahr nur wenig Bucheckern trugen.

Eiche
Bei der Eiche hat der Anteil der deutlichen Kronenverlichtungen weiter zugenommen auf 52 Prozent (2007: 49 Prozent). Dies ist ein neuer Höchststand. Der schlechte Kronenzustand der Eichen spiegelt sich auch in der mittleren Kronenverlichtung von 28,3 Prozent wider. Die Eiche bleibt damit trotz Rückgangs des im letzten Jahr festgestellten starken Insektenbefalls die mit Abstand am stärksten von Kronenverlichtungen betroffene Baumart.

Wie werden die Schädigungen am Baum durch Waldschäden klassifiziert

Waldschäden lassen sich an der Verlichtung der Baumkronen und an Vergilbungen der Nadeln bzw. Blätter erkennen. Die Erfassung der Waldschäden basiert daher auf einer Bewertung der Baumkronen. Jede Krone ausgewählter Probebäume in einem bestimmten Stichprobennetz wird genau beobachtet und bewertet. Die Bewertung und Klassifizierung jedes einzelnen Probebaumes erfolgt einerseits anhand des Nadel- bzw. Blattverlustes (Kronenverlichtung KV) und andererseits anhand der Vergilbung der Nadeln bzw. Blätter.

Es gibt insgesamt fünf Schadstufen:
Schadstufe 0: Nadel- / Blattverlust bis 10 %; ohne sichtbare KV
Schadstufe 1: Blattverlust von 11 – 25 % = Warnstufe (schwache KV)
Schadstufe 2: Blattverlust 26 – 60 % = mittelstarke KV
Schadstufe 3: Blattverlust 61 % und mehr = starke KV
Schadstufe 4: 100 % = abgestorben

Die Schadstufen 2 – 4 können zur Kategorie „deutliche Kronenverlichtungen“ zusammengefasst werden.

Waldzustandsbericht 2008
Gesamtwaldbericht: Die Schädigungen von Fichte, Kiefer, Buche und Eiche in Prozent. Der Eiche geht es am schlechtesten. (Nutzung der Grafik ist nur durch einer Verlinkung zu www.wald.de erlaubt)

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