Waldschäden durch Wildverbiss in Sachsen gestiegen

Der Wildverbiss an Knospen und Trieben junger Waldbäume durch Rehe und Hirsche hat in Sachsen wieder zugenommen. Im Vergleich zur vorherigen Verbiss- und Schälschadenserhebung von 2003 hat die sachsenweite Bestandsaufnahme im Jahr 2006 einen erheblichen Anstieg abgefressener Leittriebe von durchschnittlich zwölf auf 18 Prozent ergeben. Besonders betroffen davon sind Laubbäume, bei denen mittlerweile jeder vierte Baum geschädigt ist (Erhöhung von 18 auf 26 Prozent).

“Ich appelliere daher an alle Jäger, in ihren Anstrengungen zur Bejagung nicht nachzulassen”, so Umweltminister Tillich. Der notwendige Waldumbau in artenreiche, stabile, leistungsfähige und an den Klimawandel angepasste Mischwälder erfordere eine waldverträgliche Wilddichte. Er gehe davon aus, dass die negative Trendumkehr in den ansonsten seit 1995 stetig besser gewordenen Ergebnissen nur ein vorübergehendes Phänomen ist. Nach Aussage des Ministers liegen Waldgebiete mit tragbarer Verbissbelastung häufig neben solchen mit übermäßig hohem Schadniveau.

Schälschäden, die durch das Benagen der Rinde von den Baumstämmen vor allem durch das Rotwild verursacht werden, sind sachsenweit zurückgegangen, liegen aber laut Tillich noch auf einem zu hohen Niveau. “Die durch Schäle verursachte Holzentwertung bedeutet für die Waldbesitzer wirtschaftliche Verluste”, führte Staatsminister Tillich weiter aus. Angesichts der zunehmenden Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft insbesondere für den ländlichen Raum, müsse die Erzeugung des nachwachsenden Rohstoffes Holz in optimaler Quantität und Qualität auch in Zukunft gewährleistet sein.

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