Wacholderförderung im Südschwarzwald

Bronchicum unterstützt Pflegemaßnahmen

Der Wachholder wurde im Jahr 2002 um Baum des Jahres gekürt. Nicht ganz ohne Grund, denn sein Bestand ist in ganz Deutschland gefährdet. Als lichtbedürftiger Nadelbaum ist der Wacholder auf Freiflächen ohne Konkurrenzbaumarten angewiesen. Diese findet er vor allem auf beweideten Heideflächen und Magerrasen.

Durch die Beweidung werden Konkurrenzarten wie jungen Birken, Eichen und auch Kiefern gefressen, der Wacholder wird jedoch verschont. Sobald aber die Beweidung aufhört, wachsen die Konkurrenten durch und verdrängen den Wacholder. So geschehen auch im Südschwarzwald. Entlang eines Waldrandes drohten Fichten die Reste eines Wachholderbestandes für immer zu verdrängen. Aus Sicht des Naturschutzes und zur Förderung der biologischen Vielfalt, entschied sich der Forstbezirk Staufen mit Unterstützung von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald den Wacholder durch Pflegeeingriffe zu fördern.

Mit geschulten Blick markierte der zuständige Revierförster die Konkurrenzbaumarten, die im Winter durch Waldarbeiter gefällt wurden. Die nun aufgelichteten Bestände des Wacholders können sich neu entfalten und bis zu 6m hoch werden. Auch wenn der Wacholder für die Gewinnung von Holz keine Rolle spielt, ist er ein prägendes Element im Landschaftsbild und ein wichtiger Lebensraum für unsere heimische Tierwelt. Eine Untersuchung ergab, dass 18 verschiedene Säugetiere, über 40 Vogel- sowie 20 Insektenarten seine Umgebung bevorzugen. Namentlich sind dies Wacholderprachtkäfer, Wacholderminiermotte und Wacholderborkenkäfer sowie die Wacholderdrossel, die zur dessen Verbreitung beiträgt.
Die Förderung des Wachholders durch die Forstwirtschaft zeigt, dass der Gedanke des Naturschutzes ein fester Bestandteil der forstlichen Arbeit ist.

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