Von der Monokultur zum Mischwald

Pflanzung EsskastanieBronchicum fördert die Anpflanzung von Laubbaumarten

Die Wälder Brandenburgs sind vor allem durch ausgedehnte Kiefernmonokulturen geprägt. Großflächige Schadereignisse durch Insekten treten jährlich auf. Auch die biologische Vielfalt in diesen Wäldern ist auf ein Minimum beschränkt. Daher werden seit vielen Jahren in die bestehenden Kieferwälder Laubbaumarten zur biologischen Aufwertung gepflanzt. So auch im Kreis Potsdam-Mittelmark.

Auf einer Fläche von 20.000 qm2 wurden anstatt der üblichen Eichen, Buchen und Ahorn, mit Unterstützung von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald mehrere hundert Esskastanien gepflanzt. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Esskastanie mit den trocknen und sandigen Böden sehr gut zurecht kommt. Daher werden diese Pflanzungen auch wissenschaftlich begleitet.
Zum Schutz der Jungpflanzung durch Rehwildverbiss, erhielt jede Pflanze einen individuellen Schutz durch Wuchshüllen. Auf eine großflächige Zäunung konnte daher verzichtete werden. Ergänzend zur weiteren biologischen Aufwertung der Fläche wurden ebenfalls 20 Wildobstbäume (Wildbirne und Wildapfel) an den Waldinnenrändern gepflanzt. Sie bieten vielen Tieren Nahrung und Lebensraum und bereichern das Landschaftsbild.

Wildbienen und Vögel
WildbienenhotelZur Förderung der Wildbienen und Hummeln wurde ein „Wildbienenhotel“ aufgestellt, um eine Nisthilfe für solitär lebende Bienen, Wespen und Hummeln zu schaffen. Wildbienen leisten einen wichtigen Beitrag als Pflanzenbestäuber und Schädlingsbekämpfer. Allein in Deutschland sind rund 560 Arten von Wildbienen bekannt. Außerdem sind 5 Nistkästen für Meisen angebracht worden, da es zu wenig Höhlenbäume gibt. Die Nistkästen wurden bereits erfolgreich angenommen.

Mit dem Projekt wurde ein weiterer Meilenstein für die biologische Aufwertung unserer Wälder geschaffen. Auch wenn es sich „nur“ um eine kleinere Privatwaldfläche handelt, ist es auch das Engagement des Einzelnen, der seinen Beitrag zur Vielfalt leistet.

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