Vom Nadelforst zum Mischwald

Bronchicum unterstützt ökologischen Waldumbau

Der Naturerlebnisraum Handeloh im nördlichen Ausläufer der Lüneburger Heide ist durch einseitige Kiefernwälder geprägt. Sie weisen eine geringe Vielfalt auf und tragen schlechter zur Grundwasserneubildung bei als Laubwälder. Zur Gestaltung von stabilen und dem Klimawandel angepasste Waldformen, entschlossen sich die Mitarbeiter des Naturkundlichen Museums Handeloh, den Kiefernwald mit Unterstützung von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald mit Laubbäumen zu bepflanzen.


Auf einer Fläche von rund 12 Hektar wurden junge Buchen und Eichen gepflanzt. Aufgrund der sehr schwierigen Bodenverhältnisse, kam ein so genannter LOBO – Lochbohrer – zum Einsatz, mit dessen Hilfe der mächtige Auflagenhumus durchstochen werden konnte. Die geschaffenen Pflanzlöcher reichten nun tief in den Mineralboden, wodurch eine Versorgung des Baumes mit Wasser und Nährstoffen zukünftig gewährleistet ist. Die Pflanzung der Laubbäume erfolgte dann ganz klassisch durch erfahrene Waldarbeiter. Zum Schutz der neugeschaffenen Kultur vor Rehwildverbiss, errichteten die Waldarbeiter einen Wildschutzzaun. Dieser wird rund 8 Jahre die Bäume schützen und einen Aufwuchs sichern.

Der Naturerlebnisraum Handeloh beherbergt einige seltene Reptilien wie Waldeidechse, Schlingnattern und Kreuzottern. Diese benötigen zum Durchwandern von Wäldern viel Licht, da sie als wechselwarme Lebewesen ihren Körper durch die Sonne erwärmen. Diese Besonderheit weisen die lichten Kiefernwälder auf. Daher wurde auf eine vollflächige Pflanzung verzichtet, um Raum für diese Arten zu behalten.
Der zukünftige Laubwald wird langfristig insbesondere für Fledermäuse und den Schwarzspecht neuen Lebensraum schaffen. Schon jetzt werden alte und abgestorbene Kiefern für diese Arten stehen gelassen, so dass die Besiedelung schon heute beginnen kann.

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