Verhandlungen zu europäischen Waldabkommen

Bundesregierung unterstützt Verhandlungen zu einem europäischen Waldabkommen in Bonn
Von 3. bis 7. September 2012 findet in Bonn die zweite Verhandlungsrunde zur Erarbeitung einer Europäischen Waldkonvention statt.

Im Rahmen der Verhandlungen soll Europa ein rechtsverbindliches Abkommen zum Schutz und zur nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes erhalten. Der Startschuss dafür ist im Jahr 2011 in Oslo gefallen, wo die Ministerkonferenz von “Forest Europe”, einer Kooperation von 46 Staaten sowie der EU-Kommission, tagte.


Der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Peter Bleser, lobte anlässlich der Eröffnung der Konferenz das Projekt und warnte zugleich vor der Gefährdung des Lebensraumes Wald: “Klimawandel, Waldbrände und Schadinsekten sind große Herausforderungen für die Erhaltung der Wälder, die uns als wertvolle Wasserfilter, Kohlenstoffspeicher, Erholungsraum und Rohstofflieferanten dienen. Gleichzeitig muss aber auch weltweit ein tragfähiger Ausgleich zwischen der Deckung des steigenden Holz- und Energiebedarfs aus den eigenen nachwachsenden Wäldern und der Forderung nach mehr Naturschutz gefunden werden.”

Im weltweiten Vergleich sind die europäischen und insbesondere die deutschen Wälder sehr gut aufgestellt. Allein Deutschland besitzt elf Millionen Hektar artenreiche und hochwertige Wälder mit hohen Holzvorräten, den größten in Europa. “In Deutschland wird der Wald seit 300 Jahren nach dem bewährten Prinzip der nachhaltigen Forstwirtschaft bewirtschaftet. In den letzten vier Jahrzehnten hat die Waldfläche in Deutschland um eine Million Hektar zugenommen. Dagegen werden weltweit rund 13 Millionen Hektar Naturwälder pro Jahr zerstört, insbesondere in den Tropen. Vor diesem Hintergrund wäre es auch ein gutes Signal, wenn das Sekretariat der künftigen Waldkonvention am UN-Standort Bonn angesiedelt würde, um von dort aus die nachhaltige Waldbewirtschaftung auf paneuropäischer Ebene voranzubringen”, sagte Bleser.

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