Ulmen und Eschen für den Naturerlebnisraum Handeloh

Der Naturerlebnisraum Handeloh im Süden von Hamburg ist durch eine arten- und strukturreiche Landschaft gekennzeichnet. Zentrale Anlaufstelle für alle naturinteressierten Besucher ist das Naturkundliche Museum und die Schulungsstätte Handeloh, die von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. betrieben wird.

Zu der Schulungsstätte gehört neben einer umfangreichen Tierartensammlung ein 7 Hektar großes Areal, das aus vielfältigen Biotoptypen wie Bachläufen, Naturteichen, Röhrichtflächen, Mager- und Trockenrasen sowie kleinen Waldflächen besteht. Dieser Ursprünglichkeit und Naturnähe ist es zu verdanken, dass äußerst anspruchsvolle und seltene Tierarten wie Fischotter und Fischadler den Naturerlebnisraum Handeloh als Lebensraum nutzen.

Klaus Hamann, Leiter der Naturkundemuseums Handeloh und der SchulungsstätteUm die Strukturvielfalt der Fläche weiter zu erhöhen, entschloss sich der Leiter der Schulungsstätte, Dr. Hamann, weitere Waldflächen zu schaffen. Mit Unterstützung von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald aus Hamburg wurden Ende September Eschen und Feldulmen als sog. Heister (Bäume von ca. 1,5-2 m Höhe) auf einer rund 10.000 qm großen Fläche gepflanzt. Die Ulme wurde deshalb gewählt, da sie eine bedrohte Baumart ist. Ein aus Übersee eingeschleppter Pilz befällt die Leitungsbahnen im Holz der Ulme und verstopft diese. Der Nährstofftransport wird unterbrochen und die Pflanze „verhungert“.

Göttinger Fangwanne und Greifwarte
Zum Schutze der jungen Bäume vor Mäusebefall im kommenden Herbst/Winter wurde ganz dem Motto der Nachhaltigkeit eine biologische Fangmethode ausgewählt.
Zum Einsatz kam die so genannte „Göttinger Fangwange“, ein großer Bottich mit vier bodennahen Eingängen, die mit kleinen Gitterscharnieren versehen sind. Wenn die Mäuse auf die Wanne stoßen, kriechen sie aus Neugier in die Wanne, kommen aber durch das Gitterscharnier nicht mehr heraus. So werden sie leichte Beute der Greifvögel, die auf den extra aufgestellten Ansitzwarten lauern – eine natürliche Reduktion ohne Chemieeinsatz.

Keine Kommentare

No comments yet.

RSS  Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Sorry, the comment form is closed at this time.

rssRSS
Powered by WordPress