Staatssekretär fordert effektivere Kontrollen gegen illegale Holzimporte

“Der Import und Handel mit illegal geschlagenem Holz muss vollständig unterbunden werden,” forderte Gert Lindemann, Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, bei der Sitzung des EU-Agrarrates am 19. Januar in Brüssel.

Im Oktober 2008 hatte die Kommission den Vorschlag für eine Verordnung vorgelegt, der auf die Sorgfaltspflicht derjenigen setzt, die Holz oder Holzprodukte zum ersten Mal auf den EU-Markt bringen. Sie müssen künftig sicher stellen, dass kein illegal geschlagenes Holz in Verkehr gebracht wird. Die Regelung soll sowohl auf Einfuhren von Holz aus Nicht-EU-Staaten als auch auf Holz Anwendung finden, welches in Europa produziert wird. Dieser Vorschlag reiche nach Aussage Lindemanns nicht aus, um den Handel mit illegalen Holz effektiv zu verhindern.

Die Bundesregierung fordert daher insbesondere verstärkte Anforderungen an die vorgesehenen Sorgfaltspflichtregelungen und an die Kontrollen durch die Behörden. “Dabei gilt es zu beachten, keine unverhältnismäßigen Zusatzbelastungen für die deutschen Waldbesitzer herbeizuführen, die ihre Wälder – oft in langer Tradition – legal und nachhaltig bewirtschaften,” betonte Lindemann. “Außerdem sollte Holz, welches von bereits bewährten forstlichen Zertifizierungssystemen wie zum Beispiel Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC) und Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert wurde, als legal anerkannt werden.” Durch illegale Abholzung verschwänden weltweit jede Sekunde mehrere 1.000 Quadratmeter Wald unwiederbringlich. Darum müsse die angepasste Verordnung nun schnellstmöglich zur Umsetzung kommen.

31.01.09, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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