Rehkitze nicht anfassen
und nicht stören!

Deutsche Wildtier Stiftung gibt Tipps zur Hauptsetzzeit der Rehe

„Rehkitze auf keinen Fall anfassen, ruhig liegen lassen und nur aus großer Entfernung beobachten“. Darum bittet die Deutsche Wildtier Stiftung eindringlich alle Spaziergänger, die ein Rehkitz entdecken. Denn eine große Gefahr für die Jungtiere, die jetzt im Mai und Juni zur Welt kommen, sind die Menschen. Viele halten ein allein gelassenes Rehkitz für verwaist und wollen es mit nach Hause nehmen. Dabei ist das Alleinlassen der Kitze ein Schutz für die Tiere: die weiblichen Rehe (Ricken) bleiben täglich zum Säugen nur für 35 Minuten bei ihren Jungen. So verhindern sie, dass potenzielle Feinde auf die Jungtiere aufmerksam werden.

Zusätzlich schützt der „Drückinstinkt“ das kleine Reh: Droht irgendeine Art von Gefahr, drückt es sich fest auf den Boden und bleibt bewegungslos liegen. Etwa eine Woche bleibt das Rehkitz nach der Geburt im hohen Gras. Häufig jedoch wird ihm sein Instinkt in dieser Zeit auch zum Verhängnis: Große Landwirtschaftsmaschinen töten jährlich zehntausende Kitze beim Mähen.

Der richtige Umgang mit Rehkitzen:
Grundsätzlich sollen Jungtiere nicht angefasst werden. Nur die Beobachtung aus größerer Entfernung mit dem Fernglas garantiert, dass die Ricke nicht gestört wird. Ist auch nach längerem Beobachten unklar, ob das Jungtier verwaist ist, sollten die zuständigen Jäger, die Försterei oder auch die Polizei informiert werden. Sie organisieren die nächsten Schritte. Auf keinen Fall sollte der Einzelne auf eigene Faust handeln: Solche falsch verstandene Tierliebe schadet den Tieren.

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