Neue Eichen für das Tessiner Moor –
Bronchicum unterstützt Aufforstungsmaßnahme

Das Tessiner Moor befindet sich im südöstlichen Bereich des Schaalsees in Mecklenburg-Vorpommern. Das rund 55 Hektar große Moor im Biosphärenreservat Schaalsee, nordöstlich der Ortschaft Karft, ist ein bewaldetes Versumpfungsmoor.

Der natürliche Zustand des Tessiner Moores ist auf Grund intensiver land- und forstwirtschaftlicher Nutzung im Einzugsgebiet des Flüsschens Schilde und der städtischen Verbauung stark gefährdet. Prozesse des Moorrückkang wie die Mineralisation und Vererdung, welche bis heute weiter fortschreiten, sind die Folge.
Aufgrund der großen Bedeutung als Lebensraum für moorspezifische Tier- und Pflanzenarten, für den Wasserhaushalt und den Klimaschutz – denn Moore sind CO2-Speicher – wird das Tessiner Moor renaturiert.
Als Maßnahmen zur ökologischen Sanierung des Tessiner Moores sind der dauerhafte Verschluss von Entwässerungsanlagen, die Erhöhung des Wasserstandes durch Umbau von Stauanlagen und der Umbau des Baumbestandes vorgesehen.

Mit der Unterstützung durch Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald aus Hamburg beganne die Mitglieder des Fördervereins Biosphäre Schaalsee e.V. und Mitarbeiter der Biosphärenreservatsverwaltung mit der Umwandlung des Baumbestandes. Die standortfremde Fichte, die eigentlich ins Hochgebirge gehört, wurde gefällt und durch junge Bäumchen ersetzt. Auf rund 2500 Quadratmeter pflanzten die Ehrenamtlichen die standortgerechte und dem Klimawandel gut angepasste Stieleiche.
Tessiner_moor_Bronchicum
Aufgrund der hohen Wilddichte in diesem Gebiet, schützten die Mitarbeiter des Fördervereins jedes junge Bäumchen einzeln mit einem dichten Wildschutzzaun. Die Eichen sollen hier ohne jegliche Eingriffe zu einem naturnahen Wald heranwachsen. Die Stieleiche wird normalerweise bis 800 Jahre alt. Sie hat für die Wälder eine große ökologische Bedeutung, denn eine Vielzahl von Tieren – vor allem Insekten – und Moose leben auf diesem Baum. 28 Vogelarten, Raupen von 106 Grosschmetterlingen und 81 Kleinschmetterlingen wurden auf ihr nachgewiesen. Wie andere Baumarten auch, nimmt die Stieleiche bei ihrem Wachstum CO2 aus der Luft auf und speichert es. Besonders alte Wälder sind Kohlenstoffsenken, da sie CO2 über die Wurzeln und Spreu im Boden binden.

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