Moorbirke und Schwarzerle –
Bronchicum unterstützt Aufforstung

Moorbirken- und Erlenpflanzung im Forstamt Münden

Der Naturpark Hannoversch-Münden im südlichen Niedersachsen ist ein beliebtes Ausflugsziel der Städte Kassel und Hannoversch-Münden. Der Wald bietet ein abwechslungsreiches Bild aus Nadel- und Laubgehölzen und einige wertvolle Sonderstandorte, die ökologisch sehr interessant sind.

Dazu zählen unter anderem feuchte und moorähnliche Bereiche, die zum größten Teil mit der nicht standortgerechten Fichte bestockt sind. Denn als Flachwurzler, der keine Feuchtigkeit mag, fällt die Fichte ab einem Alter von 40 Jahren bei Stürmen sehr schnell um. Hinzu kommt die schwer zersetzbare Streu, die den Boden versauert. Aus diesem Grund entschied das Forstamt Münden, in ausgewählten Bereichen die Fichte zu entnehmen und mit standortrichtigen Baumarten wie Schwarzerle und Moorbirke zu bepflanzen.

Mit Unterstützung von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald wurden insgesamt 3700 Roterlen und 150 Moorbirken im gesamten Naturpark gepflanzt. Die Erlen wurden entsprechend ihrer Eigenschaften an Bachläufen und Quellbereich gepflanzt, die Moorbirken hingegen auf moorige Standorte.
Mit der Entnahme der Fichten und Pflanzung der Moorbirken gelangt nun auch mehr Licht auf den Boden, so dass sich dort mit etwas Glück das Sumpfveilichen, das seltene Torfmoos oder gar das Wollgras ansiedeln.
Aufgrund der Seltenheit der Moorbirke in diesen Bereichen, erhielt jede Pflanze eine eigene Wildschutzvorrichtung, die vor Wildverbiss schützt. Denn besonders jene Arten, die selten sind, werden liebend gern vom Rehwild gefressen.
Die Maßnahme im Naturpark Hannoversch-Münden trägt wesentlich zu einer Erhöhung der biologischen Vielfalt und somit auch zur Stabilität des gesamten Waldökosystems bei.

Keine Kommentare

No comments yet.

RSS  Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Sorry, the comment form is closed at this time.

rssRSS
Powered by WordPress