Mehr Vielfalt im Wald

Pflanzung von Laubholz unter einer KiefernmonokulturBronchicum unterstützt Laubholzpflanzung

Die Gebiete nördlich der Lüneburger Heide in Niedersachsen sind durch Sandstandort geprägt. Großflächig stockt hier noch die anspruchslose Waldkiefer als Monokultur. Nur vereinzelt sind andere Baumarten wie Eiche, Vogelkirsche oder Birke beigemischt.

Kiefernmonokulturen weisen eine geringe Artenvielfalt auf und sind gegenüber Schadinsekten besonders anfällig. Auch ist die Grundwasserneubildung unter Kiefernbeständen schwächer als unter Laubmischwäldern. Daher sind die Forstverwaltungen seit Jahrzehnten bestrebt, die Kiefernwälder in Mischwälder umzubauen, was aber noch Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird.

Waldumbau in Handeloh
Im Naturerlebnisraum Handeloh südlich von Hamburg ist der Waldumbau seit vielen Jahren im vollen Gange. Mit der Unterstützung von Brochnicum und der Stiftung Unternehmen Wald wurden in der Vergangenheit schon mehrere Hektar Kiefernwald mit jungen Laubgehölzen unterpflanzt. So auch im Herbst 2013. In einem 55jährigen Kiefernbestand wurden mit Schülerinnen und Schülern aus dem Hamburger Stadtteil Altona rund 1000 Linden, Mehlbeeren, Wildapfel und -birne sowie die seltene Eibe zur Erhöhung der Artenvielfalt und der Bestandesstabilität gepflanzt. Auch die Grundwasserneubildung spielte bei dieser Pflanzung eine entscheidende Rolle, denn das Grundwasser unter dem Wald wird vom Stadtteil Altona genutzt. So konnten die Schülerinnen und Schüler einen eigen Beitrag zur Förderung für „ihr “ Grundwasser leisten. Einen Beitrag, der den Kindern der 5. und 6. Klasse sichtlich viel Freude bereitete.

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