Lärche ist Baum des Jahres 2012

Einziger Nadelbaum, der seine Nadeln im Winter verliert

Die vom Kuratorium „Baum des Jahres“ gewählte Europäische Lärche zum Baum des Jahres 2012 ist in vielerlei Hinsicht besonders. Als einziger heimischer Nadelbaum verliert sie im Winter die Nadeln. Ihr schweres, schönes Holz ist außerordentlich dauerhaft. Der hohe Harzgehalt sorgt für hohe Wetterfestigkeit, weshalb sich ihr Holz für Dachschindeln, Wandbekleidungen und Fensterrahmen gut eignet.

Da die Lärche anpassungsfähig ist, besiedelt sie als sogenannte Pionierbaumart freie Flächen, die durch Lawinen oder Erdrutsche entstehen. Durch ihr intensives Herzwurzelsystem festigt sie den Boden, ist sehr sturmfest und ist dadurch eine wichtige Baumart bei der Sanierung der Schutzwälder.

„Interessant für den Artenschutz und flexibel in den Zeiten des Klimawandels“ beurteilt Christoph Rullmann, Bundesgeschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) die heutige Wahl zum Baum des Jahres 2012, „die grobe Borke bietet vielen Insektenarten einen Lebensraum und damit Meisen und Baumläufer eine vielseitige Futterstelle“.

Verbreitungsgebiet
Ihr natürliches Hauptverbreitungsgebiet liegt in den Alpen, in denen sie oft die Baumgrenze bildet. Durch Anpflanzung seit dem 16. Jahrhundert ist sie jedoch in ganz Deutschland verbreitet. In den deutschen Wäldern sind zwei Prozent der Bäume Lärchen. Österreich als das Alpenland kann hingegen mit 25 Prozent Lärchenanteil aufwarten.

Baumfaltblatt Lärche
Wer sich noch mehr über diesen interessanten Baum, der 45 Meter hoch und bis 600 Jahre alt werden kann, informieren möchte, kann sich gegen Zusendung von 2,20 Euro in Briefmarken ein Informationsblatt mit schönem Poster bei der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Meckenheimer Allee 79, 53115 Bonn, bestellen.

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