Kiefernspinner und
Eichenprozessionsspinner

Mit Hubschraubern auf der Jagd nach Brandenburger Waldschädlingen.
Brandenburgs Landesforstverwaltung hat die Schädlingsbekämpfung aus der Luft begonnen. Nur von akuten Schäden bedrohte Flächen werden in diesen Tagen mit Pflanzenschutzmitteln aus der Luft, hauptsächlich gegen die Raupen des Kiefernspinners, behandelt. Die Situation bei den Kiefernschadinsekten hat sich 2007 im Vergleich zu den Vorjahren etwas beruhigt.

Dennoch muss nach Auskunft von Brandenburgs Forstverwaltung regelmäßig mit Massenausbreitungen von Schadinsekten in Brandenburgs Kiefernwäldern gerechnet werden. Die intensive Überwachung, die Stabilisierung der Wälder durch Waldumbau und als letzte Konsequenz der punktuelle Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bleiben nach Aussagen von Forstminister Dietmar Woidke weiter notwendig.

Der warme und trockene April hat den Eichenprozessionsspinner massiv begünstigt. Diese wärmeliebende Schmetterlingsart der Eichenwälder birgt aufgrund ihrer Raupenhaare eine besondere gesundheitliche Gefährdung für den Menschen. Die Haare der älteren Raupen sind sehr lang, mit Widerhaken versehen und enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Neben Hautreizungen und -entzündungen nach Kontakt kann es auch zu Augenreizungen, Atemwegsproblemen und Allgemeinsymptomen wie Fieber oder Schwindel kommen. Die Forstverwaltung wird in den kommenden Tagen in Bereichen mit außerordentlich hohen Raupendichten mit dem Einsatz von Insektiziden beziehungsweise der Sperrung der Waldgebiete in den Bereichen der Ämter für Forstwirtschaft Alt Ruppin und Belzig reagieren. Für alle Flächen ist in der Folge eine verstärkte Überwachung vorgesehen.

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