Kalkregen im Solling /Niedersachsen

In diesen Tagen beginnt die großflächige Bodenschutzkalkung auf rund 5.000 ha im niedersächsischen Landeswald. Nach Ergebnissen der umfangreichen Bodenuntersuchungen durch die Standortkartierung der Landesforsten und der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt zeigen viele Waldböden im Solling Kalkdefizite von 1,5 bis 3 Tonnen pro Hektar.


Der Kalkverlust ist vor allem auf die Säureeinträge über die Luftschadstoffe zu erklären, der saure Regen ist auch heute noch eine ernstzunehmende Gefahr für die Gesundheit der Wälder.
“Mit den nun anstehenden Bodenschutzkalkungen werden wir für einen Kalkpuffer im Oberboden der ausgewählten Sollingwälder sorgen, d.h. der magnesiumhaltige Kalk wird die neuen Säureeinträge in den nächsten Jahren abpuffern, so dass die Böden über einen längeren Zeitraum erst einmal nicht weiter versauern können”, beschreibt Arno Jürges, Dezernent im Forstamt Winnefeld und Kalkungsbeauftragter, das Ziel der Kalkung.

Der erdfeuchte Kalk wird sowohl aus der Luft mit dem Hubschrauber als auch auf dem Boden mit Fahrzeugen im Wald ausgebracht. 3000 ha werden mit Hilfe des Hubschraubers im Forstamt Winnefeld gekalkt und jeweils 1000 ha in den Forstämtern Neuhaus und Dassel mit Fahrzeugen. Die Ausbringung erfolgt anhand von digitalen Kalkungskarten, so dass auch sichergestellt ist, dass ökologisch sensible Waldbereiche wie z.B. Moorflächen ausgenommen werden. Die Kalkung als solches ist sowohl für die Tiere des Waldes als auch für Menschen ungefährlich. Die Kosten für die diesjährige Bodenschutzkalkung belaufen sich auf rund 850.000 Euro.

08.09.08, Niedersächsische Landesforsten

Keine Kommentare

No comments yet.

RSS  Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Sorry, the comment form is closed at this time.

rssRSS
Powered by WordPress