„Heilpflanzen aus der Apotheke
der Natur”

Heimische Geschenke des Himmels

Zunehmende Allergien, gesundheitsschädliche Nebenwirkungen von chemischen Medikamenten, unser Kulturwissen um die Nützlichkeit wilder Kräuter und nicht zuletzt verschärfte Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen veranlassen viele, sich wieder auf die natürliche Heilwirkung heimischer Heilpflanzen zurückzubesinnen.

In diese Nische springt der Botaniker Bruno P. Kremer mit seinem Werk „Heilpflanzen aus der Apotheke der Natur”. Und er zeigt, dass wir bereits mit 100 heimischen Pflanzen in Eigenregie viel Gutes für unsere Gesundheit tun können.heilpflanzen Kremer konzentriert sich bei seiner Pflanzenauswahl auf fünf Kräuter-Gruppen und deren Heilwirkung auf die Bereiche Haut und Haar, Atemwege, Herz und Kreis, Kopf und Nerven, Verdauung und Harnwege. Der gewöhnliche Giersch zum Beispiel, hilft Zehengicht heilen oder Insektenstiche und rheumatische Beschwerden lindern. Der heute zu Unrecht vergessene Heil-Ziest dagegen ziert mit seinen lang gestielten Rosettenblättern und rosa Blüten nicht nur jeden Naturgarten. Seine Gerb- und Bitterstoffe lassen sich als Universalmittel bei Husten, Asthma, Durchfall oder Wundheilung einsetzen. Darüber hinaus berücksichtigt der Pflanzen-Experte auch Heilpflanzen, bei denen sich eine Selbstmedikation verbietet. Das gelbe Schöllkraut etwa eignet sich nicht für den direkten Verzehr. Man nutzt es aber in der Homöopathie wie übrigens auch den Blauen Eisenhut, ein Spitzenreiter unter den giftigen Pflanzen.

Der schmale Bildband ist übersichtlich aufgebaut. So ist jeder Heilkräuter-Gruppe eine eigene Farbe zugeordnet. Jedes Pflanzen-Porträt füllt eine eigene Seite, an deren Rand Angaben zu Familiennamen, Blütezeit und Hauptmerkmalen stehen. Die Seitenköpfe beginnen mit einem einprägsamen Spruch und Wissenswertem zu Namen oder Erscheinungsbild. Es folgen Informationen zur Pflanze als Arzneimittel und Würzkraut. Dabei machen zahlreiche Farbfotos Lust zum Lesen und helfen beim Erkennen und Bestimmen.

Ein Register am Buchende erleichtert das namentliche Auffinden der Heilpflanzen. Es erfasst allerdings nicht alle gängigen Pflanzenbezeichnungen. So fehlen die verbreiteten Namen Ziegen- bzw. Geißenfuß für den Giersch oder der bekannte Name Oregano für den Dost. Zudem lassen sich die Pflanzen auch innerhalb der fünf Anwendungsgebiete für den Laien schlecht auffinden, da der Autor zugunsten der Familienzugehörigkeit auf eine alphabetische Reihenfolge verzichtet hat. Für ein Heilpflanzenbuch sehr sinnvoll wäre außerdem ein detailliertes Register aller erwähnten Krankheiten.

Dennoch: „Heilpflanzen aus der Apotheke der Natur” ist ein farbenfrohes und handliches Buch zum Schmökern für alle, die einen ersten Einstieg in die Welt der Heilkräuter und ihrer Bestimmung suchen.

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Literaturhinweis: Bruno P. Kremer, Heilpflanzen aus der Apotheke der Natur – 100 heimische Arten kennen und anwenden, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart 2003, 124 Seiten, 242 Farbfotos von Hecker, 1 Farbzeichnung von Marianne Golte-Bechtle, gebunden, ISBN 3-440-09568-1, Preis: EUR 12,95. Siehe auch www.kosmos.de.

Gisela Baudy
Freie Journalistin

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