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Nationalparkausweisung in NRW

Grünes Gemogel –
Nationalparkausweisung in NRW

Das Siebengebirge bei Bonn mit seinem Drachenfels soll nach Plänen der nordrhein-westfälischen Landesregierung nach der Eifel der zweite Nationalpark des Landes werden. Der Deutsche Naturschutzring (DNR) kritisierte die Pläne.

Das Gebiet umfasse nicht einmal die Hälfte der empfohlenen 10.000 Hektar, werde von viel befahrenen Straßen durchkreuzt und könne die in internationalen Richtlinien vorgesehenen 75 Prozent nutzungsfreier Natur nicht gewährleisten. Die Schaffung von wertvollen Nationalparken dürfe nicht durch falsche Etiketten gefährdet werden, forderte der DNR. Derzeit erfüllen nach Meinung des DNR nur wenige der 14 Nationalparke in Deutschland die Kriterien der Weltnaturschutzunion IUCN. Missstände gebe es vor allem bei der Verwaltung sowie durch Belastungen aus Forst- und Fischereiwirtschaft, Jagd sowie Aus- und Neubau von Straßen und Wasserstraßen. Die Länder sollten Nationalparke aufgrund ihrer nationalen und internationalen Bedeutung nur noch im Einvernehmen mit dem Bundesumweltministerium ausweisen, schlug der DNR vor.

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