Für einen gesunden Wald in Hamburg

Borkenkäferbekämpfung im Duvenstedter Brook

Jedes Jahr von April bis September schwärmt ein Käfer in den Fichtenwäldern Europas, der von den Förstern nicht gern gesehen wird. Seine Spuren sind eindeutig und unverkennbar: geschwächte und abgestorbene Fichten in großer Anzahl. Im Volksmund wird der Übeltäter nur Borkenkäfer genannt, obwohl sich eigentlich zwei Arten dahinter verbergen. Zum einen ist es der Buchdrucker, der mit Vorliebe ältere Fichten befällt, und zum anderen sein kleinerer Bruder, der Kupferstecher, der vor allem an jungen Fichten anzutreffen ist.

Zur Bekämpfung steht dem Förster eine hoch fängische Falle zur Verfügung, die er entlang des Waldrandes aufstellt. Angelockt von einem Pheromon, fliegen die Käfer in die Fallen und verenden dort. Als Lockstoffe dienen nicht, wie allgemein angenommen Sexuallockstoffe sondern sog. Aggregationspheromone. Dieser Lockstoff wird vom Männchen beim Einbohren in das Fichtenholz freigesetzt und signalisiert der Population, also Männchen und Weibchen, dass der Baum besiedelt werden kann. Der Borkenkäfer ist auf diese Art der Verständigung angewiesen, da er rein optisch eine Buche nicht von einer Fichte unterscheiden kann. Er bohrt die Bäume nach Versuch und Irrtum an und setzt nur dann den Lockstoff frei, wenn er auf eine Fichte trifft.

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Die Borkenkäferfalle ist neben forstwirtschaftlichen Maßnahmen das wichtigste Instrument zur Bekämpfung der Borkenkäfer. So ist es nahe liegend, dass sich Bronchicum unter dem Motto „Naturstark gegen Husten – Naturstark zum Wald“ auch dem Schutz der Fichten widmet. In Kooperation mit der Stiftung Unternehmen Wald Deutschland e.V. wurde die Revierförsterei Duvenstedter Brook in Hamburg als Projektpartner ausgewählt. Acht Fallen inklusive der Pheromone für Buchdrucker und Kupferstecher für dieses und nächstes Jahr, stellte Bronchicum dem Forstrevier zur Verfügung.

Am 20. September begrüßte Jan Malskat, Revierförster der Försterei Duvenstedter Brook, den Geschäftsführer von Unternehmen Wald, Rüdiger Kruse, zur Übergabe der Fallen an einer Waldlichtung im Wulksfelder Wald. Die ca. 5000 qm große Lichtung war bis vor kurzem noch von Fichten bestockt, die aber aufgrund des Käferbefalls gefällt werden mussten. Um den restlichen Bestand zu schützen, wurde an der Lichtung eine Falle exemplarisch aufgestellt und mit den Pheromonen bestückt. In seiner Ansprache bedankte sich Jan Malskat für die großzügige Unterstützung der Firma Bronchicum und die Wichtigkeit von Sponsoren im Bereich des Naturschutzes.

Die Fallen wurden an unterschiedlichen Standorten in der Försterei aufgebaut und werden bis in den Oktober hinein wöchentlich von Waldarbeitern kontrolliert und ausgeleert. Während der Wintermonate stehen sie sicher verwahrt auf dem Betriebshof der Försterei, bis sie Anfang/Mitte April wieder zum Einsatz kommen.

Weitere Informationen zum Waldschutz vor Borkenkäfern finden Sie auch hier.

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