Forstmaschineneinsatz:
Waldböden besser schützen

Neues LWF-Merkblatt für Waldbesitzer und Forstpraktiker
Bodenschutz beim Forstmaschineneinsatz

Bei der Arbeit im Wald werden zunehmend produktivere und schwerere Maschinen eingesetzt. Das erhöht die Gefahr nachteiliger Veränderungen der Bodenstruktur erheblich. Ein neues Merkblatt der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) gibt Empfehlungen, wie Bodenschäden vermieden werden können. Es richtet sich an Waldbesitzer, Forstleute und Unternehmer.

Tiefe wassergefüllte Fahrspuren im Wald haben mit nachhaltiger Waldbewirtschaftung nichts gemein. Sie sind äußerliches Erkennungszeichen, dass die Tragfähigkeit des Bodens durch die maschinenbedingte Auflast überschritten wurde. Wenn es zum so genannten „Grundbruch” gekommen ist, ist es für Überlegungen zum Bodenschutz zu spät. Sie müssen bereits bei der Planung eines Einsatzes greifen und dann vor Ort zu konsequenten Entscheidungen führen. Das Merkblatt „Bodenschutz beim Forstmaschineneinsatz” gibt hierfür in knapper Form Hinweise. Es sind nur einige wenige Faktoren, die das Ergebnis einer Befahrung maßgeblich beeinflussen. So spielt beim Boden der Wassergehalt und die Bodenart eine entscheidende Rolle für die Tragfähigkeit. Ein praxisnaher „Wurftest” erlaubt hier, das Befahrungsrisiko schnell anzusprechen. Auf Seiten der Forstmaschine ist der „Kontaktflächendruck” die zentrale Größe, die über die Gefahr von Bodenschäden entscheidet. Sie wird bestimmt vom Reifeninnendruck, der Reifenbreite und der Radanzahl. Das Merkblatt gibt Hinweise, wie diese Einflussfaktoren angepasst werden können, um den Waldboden möglichst zu schützen.

Das Merkblatt „Bodenschutz beim Forstmaschineneinsatz” kann unter www.lwf.bayern.de heruntergeladen oder beim Bestellservice der LWF bezogen werden

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