Erste Hirschkäferpyramide für Hamburg

Bronchicum unterstützt die Wiederansiedelung des Hirschkäfers im Naturschutzgebiet Fischbeker Heide
Das Naturschutzgebiet Fischbeker Heide im Süden Hamburgs ist durch großflächige Heidlandschaften und Mischwälder geprägt und ein beliebtes Naherholungsgebiet für den gestressten Großstädter.

Die offene Landschaft im hügeligen Endmoränengebiet bietet wunderschöne Ausblicke in die Täler und Senken der Heidelandschaft und schöne Spaziergänge in den Mischwäldern aus Eiche, Buche und Kiefer.
Eine Vielzahl seltener Tierarten wie Ziegenmelker, Heidelerche, Ameisenlöwe, die Larve der Ameisenjungfern oder das Heide-Grünwidderchen, eine bedrohte Schmetterlingsart sind im Naturschutzgebiet anzutreffen.
Früher war auch unsere größte heimische Käferart, der Hirschkäfer, in den alten Eichenwäldern beheimatet. Doch mit der verstärkten Nutzung des Eichentotholzes als Brennholz, welches er als Brutraum unbedingt benötigt, ging die Population der Hirschkäfer ständig zurück.
Trotz der Erkenntnis, Totholz in den Wäldern wieder liegen zu lassen, hat er den Weg bis heute nicht wieder in die Fischbeker Heide zurück gefunden. Um ihm die Rückkehr zu erleichtern, beschlossen die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Hamburg e.V. und die Stiftung Naturschutz Hamburg, die zusammen die Fischbeker Heide betreuen, eine Totholzpyramide aus Eichenholz als Brutraum zu bauen.
Als Förderer konnten sie über die Stiftung Unternehmen Wald aus Hamburg die Firma Klosterfrau gewinnen, die seit drei Jahren mit ihrem Produkt „Bronchicum“ bundesweit Waldnaturschutzprojekte unterstützt.

Hirschkäferpyramide - Totholzpyramide in der Fischbeker Heide
Die Totholzpyramide bietet Brutraum für den Hirschkäfer

In der Nähe des Informationszentrums „Schafstall“ wurde entlang eines Waldlehrpfades eine geeignete Stelle gefunden. Denn der Hirschkäfer als Sympathieträger und Symbol für bedrohte Arten, bietet für die Umweltpädagogik eine hervorragende Möglichkeit, Artenvielfalt und Artenschutz zu vermitteln.
Auf einer Fläche von 6qm wurden Eichenstämme in verschiedener Stärke und Höhe aneinander senkrecht aufgereiht und im Boden befestigt. Jetzt muss man sich noch ein paar Jahre gedulden, bis die ersten Erfolge sichtbar sind, denn von der Eiablage bis zum Schlüpfen des erwachsenen Käfers vergehen bis zu sechs Jahre.

Mehr Informationen zur Hirschkäferpyramide

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