Erhalt von wertvollen Kopfweiden

Bronchicum unterstützt Pflege und Neupflanzung

Kopfweiden sind Zeugen einer alten Wirtschaftsform, als Körbe noch aus Weiden geflechtet wurden. Mit dem Ende der Handwerkskunst wurden die Bäume sich selbst überlassen und damit im Laufe der Zeit Nahrungs- und Brutplatz für viele Tiere. Alte dickstämmige Weiden können von mehr als 400 Insektenarten bewohnt werden.


Durch den Kopfweidenschnitt und die vielfältigen Aktivitäten der Tiere und auch der Pilze, entstehen im Laufe der Jahre große Höhlen in den Bäumen. Darin brüten Fliegenschnäpper, Grauschnäpper, Weidenmeisen, Feldsperlinge und Rotschwänze. Daneben finden auch Steinkauz und sogar Turmfalken gute Nistmöglichkeiten. Auch Fledermäuse, wie der Abendsegler, nutzen gerne die Höhlen.
Der hohe Naturschutzwert von Kopfweiden ist auch der Grund, weshalb noch sie noch heute regelmäßig zurückgeschnitten und neu gepflanzt werden.

In Naturschutzgebiet Siegmündung bei Bonn gibt es noch alte Kopfweiden, die regelmäßig gepflegt werden müssen. Auch Neupflanzungen sind dort erforderlich, da Weiden nur rund 120 Jahre alt werden. Mit der Unterstützung von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald konnte die Biologische Station Bonn die erforderlichen Pflegeschnitte und auch Neupflanzungen durchführen. Zwischen November 2009 und Februar 2010 setzen die Mitarbeiter der Biologischen Station Bonn insgesamt 50 neue Weiden im Naturschutzgebiet. Zusätzlich konnten mit den Mitteln sieben Altbäume fachmännisch geschnitten werden, um den hohen Naturschutzwert der alten Bäume zu erhalten. So ist der Fortbestand vom „Weidenbock“, einem seltenen Totholzkäfer in Weiden, auch im Naturschutzgebiet Siegmündung vorerst gesichert.

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