Energieholzplantagen wirken sich positiv auf die Umwelt aus

Waldökologen des von Thünen-Instituts (vTI) stellen hohe Artenvielfalt in Energieholzplantagen fest

Energieholz von landwirtschaftlichen Flächen kann einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Nutzung von Bioenergie leisten. Die Energieholzproduktion erfolgt meist mit Pappeln und Weiden im Kurzumtrieb (Ernte schon nach wenigen Jahren). Dabei wird die oberirdische Biomasse in Abständen von wenigen Jahren genutzt, und die Bäume schlagen wieder aus. Wenig war bisher zu den Umweltwirkungen des Energieholzanbaus auf die Artenvielfalt bekannt.

Forschungsergebnisse haben ergeben, dass der Anbau von Energieholz vorteilhafter für den Bodenhaushalt und die Biodiversität ist als der Anbau landwirtschaftlicher Energiepflanzen wie Raps oder Mais. Die Gründe hierfür sind beispielsweise die längere Bodenruhe, der geringere Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie die geringere
Eingriffsintensität. Im Vergleich zu anderen Landnutzungen wie Grünland oder Wald schneiden Energieholzbestände in ihrer Artenvielfalt gut ab.
“Die positiven Wirkungen auf die Artenvielfalt zeigen sich vor allem dann, wenn homogene Energieholzflächen nur wenige Hektar umfassen, die Umtriebszeit (Erntezeit) variiert wird, unterschiedliche Baumarten bzw. Klonsorten zum Einsatz kommen und Pflanzenschutzmittel nicht oder nur im dringend benötigten Umfang eingesetzt werden”, sagt Professor Andreas Bolte vom vTI-Institut in Eberswalde.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft e.V. – idw – WWW: http://idw-online.de / Dez. 2008

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