Ein neuer Wald im UNESCO Biosphärenreservat Schaalsee

Bronchicum und die Stiftung fördern Waldentwicklung

Der Testorfer Wald befindet sich im Biosphärenreservat Schaalsee, ganz in der Nähe der Ortschaft Zarrentin in Mecklenburg-Vorpommern. Geprägt von alten Buchen und einer großen Artenvielfalt, wurde der Testorfer Wald im Jahre 2002 aus der Bewirtschaftung genommen. Das langfristige Ziel der Naturschützer ist die Entwicklung eines artenreichen und unberührten Urwaldes, wie sie einst in dieser Region wuchsen.

Aufforstung Testorfer WaldUm diese Entwicklung weiter zu fördern, kaufte der Zweckverband Schaalsee-Landschaft rund 7 Hektar angrenzendes Ackerland für eine natürliche Waldentwicklung. Nur rund ein Hektar sollte als sogenannte Initialpflanzung mit heimischen Baum- und Straucharten bepflanzt werden. Rund 2700 Stieleichen, Rot- und Hainbuchen sowie Schlehen, Weißdorn und Wildrosen waren hierfür vorgesehen.
Mit Unterstützung von Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald wurden die Pflanzen eingekauft und im November 2009 von freiwilligen und professionellen Helfern gepflanzt.
Baumpflanzung im Biosphärenreservat SchaalseeDie Pflanzungen folgten historischen Vorgaben. Denn aus alten Karten war zu erfahren, dass die heutige Pflanzfläche vor mehr als 200 Jahren bereits Teil von großen Waldbrücken waren, die bis an den Schaalsee reichten. So wurde der Natur etwas zurückgegeben, was ihr einst gehörte. Koordiniert wurde die ganze Aktion vom Förderverein Biosphäre Schaalsee e.V., der die Flächen seit vielen Jahren betreut und regelmäßig dort Pflanzungen vornimmt.
Damit die Pflanzen in den ersten Jahren ungestört wachsen, wurde die Fläche rehwildsicher eingezäunt. Die übrigen sechs Hektar bleiben sich selbst überlassen. In vielen Jahren mit diversen Zwischenstadien wie Buschlandschaft und Pionierwald wird sich auch hier ein Eichen-Buchenwald etablieren.

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