Bronchicum hilft dem Wald-
neue Weiher in Kaufunger Wald

Neuanlage und Wiederherstellung von Waldweihern im Kaufunger Wald zum Schutze der Großen Moosjungfer – mit Unterstützung durch Bronchicum und der Stiftung Unternehmen Wald

Im Gebiet des ehemaligen Braunkohletagebaus am Kleinen Steinberg im Kaufunger Wald befinden sich mehrere Weiher und Tümpel, die nur durch Regenwasser gespeist werden. Sie bieten vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten einen ungestörten und wertvollen Lebensraum. Eine dieser Arten ist die Große Moosjungfer, eine sehr seltene Libellenart, die auch auf europäischer Ebene höchsten Schutz genießt. Sie bevorzugt warme, flache Weiher, deren Ufer nicht zu stark bewachsen sind.
Die Zeit des Braunkohleabbaus liegt lange zurück und die Natur begann die Flächen rund um den Weiher zu besiedeln. Fichten und Laubbäume wuchsen heran und begannen die Weiher zu beschatten. Hinzu kam die drohende Verlandung der Weiher durch die Einwehung von Laubstreu. Der Lebensraum der Großen Moosjungfer war gefährdet.
Mit Unterstützung von Bronchicum entschloss sich das Forstamt Münden, die Gewässer für die Große Moosjungfer wieder lebensfreundlicher zu gestalten.
Auf rund 5000qm entfernten die Waldarbeiter die standortsfremde Fichte an den Gewässern, die durch ihre saure Nadelstreu die Wasserqualität verschlechterte. Die nun freigestellten und somit besonnten Waldweiher wurde mit einem Bagger teilflächig entschlammt und vertieft. Die drohende Verlandung wurde somit für viele Jahre gestoppt. Die durch die Entnahme der Fichten freigewordene Fläche nutzten die Waldarbeiter für die Anlage von zwei neuen jeweils 50qm großen Weihern.

Bagger
Außerdem wurden zwei regelmäßig im Sommer trocken fallende Tümpel mit einem Bagger teilflächig so vertieft, dass sie ganzjährig Wasser führen. Dadurch sind Sie nun als Fortpflanzungsgewässer für die Große Moosjungfer, aber auch für viele andere Tierarten geeignet. In diesen beiden Gewässern waren bisher die Kaulquappen der Erdkröte und des Grasfrosches häufig vertrocknet. Jetzt können diese Amphibien ihre Larvenentwicklung erfolgreich abschließen.
Eine lockere Bepflanzung der Gewässer mit heimischen Sträuchern war aus naturschutzfachlicher Sicht gegeben. Schüler des benachbarten Jugendwaldheimes Steinberg pflanzten unter Anleitung von Forstwirten rund um die Tümpel typische Arten wie Hasel, Roter Hartriegel oder Kornelkirsche.

Die Aktion „Waldweiher“ von Bronchicum wird nicht nur für den Erhalt der Großen Moosjungfer sorgen, sondern auch weitere Arten werden sich an den neu geschaffenen Wasserflächen ansiedeln. Die Artenvielfalt, auch Biodiversität genannt, konnte durch diese Maßnahmen gesichert und sogar erhöht werden.

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