Deutsche Forstwirtschaft betreibt keinen Raubbau am heimischen Wald

Holznutzung richtet sich nach überprüfbaren Regelwerken
Die Aussagen des NABU zum “Ausverkauf der deutschen Wälder” und zum “Regiment der Axt” sind völlig überzogen und entbehren jeder Grundlage. Gleiches gilt für die Pauschalforderung einer wissenschaftlich nicht belegten Flächenstilllegung von 10 % des Waldes.

Die Wälder in Deutschland werden nachhaltig und gewissenhaft von Ihren Eigentümern bewirtschaftet. Nach Jahrzehnten eines zusammengebrochenen Holzmarktes haben die Waldbesitzer die Möglichkeit ihren nachwachsenden Rohstoff Holz zu Preisen zu verkaufen, die erstmalig wieder die Bewirtschaftungskosten decken. Hierbei spielt der Energieholzmarkt eine große Rolle als Wettbewerber zu traditionellen Vermarktungsbranchen. Kein Waldbesitzer schädigt bewusst durch die kurzfristige Entnahme von Waldholz seine Standorte. Gerade auf den armen Standorten ist es wichtig, dass Nadeln, Blätter und Zweige verrotten können und den Waldboden mit Nährstoffen versorgen und Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen bieten. Die Integration der verschiedenen Nutzungen, abhängig von der Hochwertigkeit des Holzrohstoffes, ist ausschlaggebend für eine ressourceneffiziente Entwicklung der Holzvermarktung.

Die Aussagen des NABU werden durch Einzelfälle gespeist, die von den Forstbehörden im Rahmen der Landesgesetze überprüft und verfolgt werden. “Dass der NABU aufgrund der möglichen Verfehlungen einzelner weniger Waldbesitzer die gesamte Forstwirtschaft anprangert ist völlig überzogen und mit einer Verknüpfung zum Bundeswaldgesetz hat dies gar nichts zu tun” so Dr. Carsten Leßner, Geschäftsführer des Deutschen Forstwirtschaftsrates. “Die Landeswaldgesetze regeln diese von NABU angesprochen Punkte und hier haben wir sehr moderne und regelmäßig den Anforderungen angepasste Gesetze”, so Leßner.

Auch einer pauschalen, ohne wissenschaftlicher Grundlage festgelegten Flächenstilllegungsforderung erteilt der Deutsche Forstwirtschaftsrat eine Absage. Der NABU sollte gemeinsam mit der Deutschen Forstwirtschaft an der Erreichung der Klimaschutzziele, einer CO2-Bindung und einer naturnahen, dem Artenschutz entsprechenden nachhaltigen Bewirtschaftung, der Wälder arbeiten. 10 % der Waldfläche unter Totalschutz zu stellen ist kontraproduktiv für den Klimaschutz und für die CO2-Bindung, denn nur in bewirtschafteten Wäldern wächst Holz, welches langfristig CO2 speichert.

Holz, dass in Deutschland produziert wird, wird nachhaltig und ökologisch produziert. Über Holz, dass nach Deutschland importiert wird wissen wir häufig nicht, ob es aus illegalem Einschlag kommt. “Hier wünsche ich mir eine verstärkte Unterstützung des NABU, gemeinsam mit dem Deutschen Forstwirtschaftsrat gegen den illegalen Holzeinschlag und die Tropenwaldzerstörung vorzugehen und eindeutige Forderungen an die Politik zu stellen”, so Leßner.

20.08.2008, Quelle: www.dfwr.de

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