Der Wald im Klimawandel

Klimawandel stellt Anpassungsfähigkeit der Wälder auf harte Probe.
Eine hochwertige naturnahe und nachhaltige Waldwirtschaft sichert dauerhaft die Schutz- und Erholungsfunktionen des Waldes sowie die stetige Bereitstellung von Holz. Die vielfältige Nutzung der Wälder steht deshalb nicht im Widerspruch zum gleichzeitigen Schutz. „Aber der Klimawandel kann die Anpassungsfähigkeit der Wälder auf eine harte Probe stellen”, sagte der baden-württembergische Forstminister Peter Hauk in Königsbronn-Itzelberg.

Es gebe inzwischen eine Reihe von Anzeichen, dass der Klimawandel mit spürbaren Auswirkungen auf den Wald bereits eingesetzt habe. Hauk wies in diesem Zusammenhang auf aktuelle Wetterdaten hin. So sei der vergangene April mit 11,7 Grad Durchschnittstemperatur der wärmste Aprilmonat seit der Aufzeichnung der Wetterdaten im Jahr 1901. Das gelte auch für die Niederschläge. Nur vier Liter pro Quadratmeter habe es deutschlandweit im Mittel geregnet. Die Jahresmitteltemperatur sei seit 1951 bis zum Jahr 2005 um 1,5 Grad gestiegen. Dabei machten dem Wald vor allem die Sommermonate mit zu geringen Niederschlägen zu schaffen. Davon profitierten Insekten wie beispielsweise Borkenkäfer und Maikäfer. Bei einem weiteren Anstieg der Jahresdurchschnittstemperatur und gleichzeitiger Verringerung der Niederschläge, vor allem in der Vegetationszeit, könnte es für Baumarten mit einer geringeren Trockenresistenz außerordentlich schwierig werden.

„Auffällig für einen sich anbahnenden Klimawandel sind aber auch die Zunahme der Stürme und deren Intensität. Größere Sturmereignisse in Baden-Württemberg sind dokumentiert für die Jahre 1953 (2,2 Millionen Kubikmeter Sturmholz), 1967 (7,7 Millionen Kubikmeter Sturmholz), 1990 (15 Millionen Kubikmeter Sturmholz) und 1999 (30 Millionen Kubikmeter Sturmholz)”, sagte Minister Hauk. Es sei deshalb unabdingbar, dass weltweit mit der Reduktion der Kohlendioxidemissionen und anderer Treibhausgase ernst gemacht werde. Aber hier seien nicht nur Politik und Wirtschaft gefordert, auch jeder Einzelne könne seinen Beitrag in seinem Bereich durch sparsamen Energieeinsatz leisten, forderte Hauk.

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