Der Habicht (Accipiter gentilis L.)

Der Habicht gehört zur Familie der Habichtartigen (Accipitridae) und zur Ordnung der Greifvögel (Falconiformes).

Vorkommen:
Das Verbreitungsgebiet des Habichts umfasst Europa, Teile Nordafrikas, Vorderasien (bis Iran) und Nordamerika. Er ist in allen Waldtypen verbreitet, jedoch auch in Parklandschaften, in der Heide und Feldmarken.

Erscheinungsbild:
Auf der Oberseite ist das Gefieder schiefergrau-braun, auf der Unterseite sind die Vögel weiß bis hellgrau mit dunkelbraunen/grauen Querbändern Die Männchen sind auf der Oberseite meist etwas dunkler und haben eine markantere Gesichtszeichnung. Die Weibchen sind deutlich größer als die Männchen: Sie werden bis zu 60 cm groß (Männchen 50 cm) und bis zu 1200 g schwer (Männchen 750 g). Die Spannweite beträgt beim Männchen rund 100 cm, beim Weibchen rund 120 cm.
Der Stoß des Habichts ist sehr lang, er weißt 4-5 breite Querstreifen auf (im Gegensatz zum Bussard: viele, schmalere Querstreifen).

Lebensweise:
Habichte leben in Revieren von bis zu 5000 ha Größe. Sie leben als Paar ein Leben lang zusammen.
Sie jagen vor allem Vögel, wie Goldhähnchen, Eichelhäher, Tauben, Drosseln, Fasan aber auch kleinere Säugetiere, wie Eichhörnchen, Kaninchen und Hasen. Die Weibchen jagen hier bevorzugt die größeren Tiere.
Die Jagd erfolgt meist aus dem bodennahen Flug oder auch als Überraschungsangriff sitzend aus Bäumen. Habichte können auch sehr gut im Wald jagen.

Fortpflanzung:
Die Vögel sind schon vor dem 1. Lebensjahr geschlechtsreif.
Die Balz beginnt im Januar und dauert bis zur Eiablage Anfang April. Das Nest, große Horste nahe am Stamm, wird von Weibchen und Männchen gemeinsam gebaut. Oft hat ein Paar nach einigen Jahren mehrere Horste im Revier, die dann jedes Jahr wechselnd genutzt werden.
Nach einer Brutdauer von 38 Tagen werden 3-4 Jungvögel aufgezogen. Sie werden ca. 9 Wochen von den Eltern versorgt.

Literatur:

Jägereinmaleins
Fritz v. Oehsen
Landbuch-Verlag
Hannover 1988
ISBN 3 7842 0386 3

www.wikipedia.de

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