Der Frost tötet eingewanderte Schadorganismen

Die eisigen Temperaturen der letzten Wochen bringen wieder Gleichklang in das Ökosystem Wald. Vielen für den Wald gefährlichen Schadorganismen geht es zurzeit an den Kragen. Dies gilt nicht so sehr für die etablierten Schädlinge, die hier schon immer vorhanden waren und sich also im Laufe der Jahrtausende anpassen konnten.

Besonders ungünstig sind die niedrigen Temperaturen allerdings für die so genannten „Neobiota“ – also Einwanderer aus subtropischen Ländern, die immer stärker nach Westeuropa vordringen und sich hier etablieren. Sie können hier teilweise wie im Schlaraffenland leben, da sie oft auf keine Konkurrenten oder Fressfeinde treffen. Kastanienminiermotte aus der Türkei, Zitrusbockkäfer aus dem südlichen China oder die Japanische Esskastanien-Gallmücke sind nur einige Beispiele solcher Neueinbürger. Diese trifft die momentane Eiseskälte natürlich mit voller Härte, die Bäume wird es freuen! Auch die aus dem Süden Europas eingewanderten und in manchen Gegenden Deutschlands – auch im Saarland – vorkommenden gefährlichen Auwaldzecken wird es treffen.

Quelle: Saarforst, 12.1.09

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