Der Bieber ist zurück im
Herzen Schleswig-Holsteins
Der Biber kehrt in das Herz Schleswig-Holsteins zurück. Das teilte Umweltminister Dr. Christian von Boetticher mit. Es wird angenommen, dass der Urheber von der Elbe die Stör aufwärts gewandert ist.
Biber brauchen zum Leben eigentlich nur einen zehn bis 15 Meter breiten Uferstreifen, der unbebaut und unbewirtschaftet ist. Dort wachsen von Natur aus Weichhölzer wie Pappeln und Weiden, die Baumaterial liefern und deren Rinde und Reisig auch schon einmal als karge Winternahrung dienen. “Wir müssen daher sehen, wo wir jetzt solche Streifen gegebenenfalls neu schaffen können”, sagte Umweltminister Dr. Christian von Boetticher, “damit sie von Gehölzen bewachsen sind, wenn die Biber kommen. Ansonsten weichen die Nager auf Äcker aus, fressen Rüben oder Mais, fällen junge Eichen – und kommen dabei mit Landwirten und Forstleuten in Konflikt.”
Der Biber ist das größte europäische Nagetier. Sein Körperbau wirkt gedrungen. Das Gewicht eines erwachsenen Tieres kann 20-30 Kilogramm, die Gesamtkörperlänge bis zu 1,40 Metern betragen. Bevorzugt werden Lebensräume mit reichem Uferbewuchs oder ausgedehnten Auenwäldern. Auf die Anwesenheit eines Bibers deuten eine Reihe von unverwechselbaren Spuren im Gelände hin: gefällte Bäume, Fraßplätze am Ufer, eine Biberburg oder ein Biberdamm. Sehr typisch sind in Unterschenkelhöhe benagte Baumstämme, die üblicherweise deutliche Abdrücke der Nagezähne tragen. Die anfallenden Holzspäne liegen in aller Regel am Stammfuß herum.
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