Waldrandgestaltung

Waldrandgestaltung im Naturerlebnisraum Handeloh/Lüneburger Heide

Das Naturkundliche Museum Handeloh hat in den letzten Jahren insgesamt 7 Hektar zusammenhängender Fläche erworben, die zu einem Naturerlebnisraum ausgebaut werden sollen. Es handelt sich hierbei um ein Teichgelände, Grünland mit Eigenschaft als „geschützter Biotop“ (§30 BNatschG) sowie einer Streuobstwiese und einem kleinen Bach. Als Sicht – und Lärmschutzriegel wurde eine Fläche mit einem standörtlich passenden Eschen-Ulmenwald aufgeforstet. Zur Erhöhung der ökologischen Vielfalt und zum Schutze der heimischen Tierwelt forsteten die Mitarbeiter des Naturkundlichen Museums im Rahmen der Aktion „Naturstark gegen Husten – Naturstark zum Wald“ der Marke Bronchicum einen Waldrand um den neu geschaffenen Wald auf.

Der rund vierhundert Meter lange und gut 15 m breite Waldrand wurde mit standorttypischen Gehölzen aufgeforstet. Ziel war ein stufig aufgebauter Waldrand, beginnend mit einer Strauchschicht aus kleineren Arten wie Pfaffenhut und Wildrose und sich daran anschließend größeren Arten wie Weißdorn und Schlehe. Als letzte zum Wald hin gelagerte Zone pflanzten die Mitarbeiter so genannte Bäume zweiter Ordnung, die in ihrem Höhenwachstum weit unter denen der Waldbaumarten liegen. Zu diesen Arten gehörten z.B. der Weißdorn, die Schlehe, Wildbirne und Wildapfel sowie der Feldahorn.
Waldrand
Die stufig aufgebauten und bis zu 30 Meter breiten Waldränder spielen eine wichtige Rolle im Naturhaushalt. Sie bieten nicht nur einer Vielzahl seltener Tiere und Pflanzen einen geeigneten Lebensraum, sie verkörpern ebenfalls für den Wald einen sicheren Traufschutz gegen Sturm und starke Sonneneinstrahlung. Zudem beleben sie das Landschaftsbild und steigern den Erholungswert.

Besonders scheue und seltene Tierarten, die im Naturerlebnisraum Handeloh zu Hause sind, profitieren vom Waldrand, da sie in Zukunft störungsfrei auf den geschützten Flächen Nahrung aufnehmen können. Zu diesen Arten zählen der Schwarzstorch, Fischadler und Fischotter. Für die Laubfroschpopulation bedeutet der Waldrand eine Vergrößerung seines Lebensraumes und dem Raubwürger und Neuntöter bietet er neue Nist- und Nahrungsspeicherflächen.

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