Bronchicum hilft dem Hirschkäfer

Bronchicum und die Stiftung Unternehmen Wald schaffen neue Brutplätze für den Hirschkäfer.
Vier Totholzpyramiden (Hirschkäferpyramiden) im Bonner Stadtwald

Der Hirschkäfer gehört zu den größten und vielleicht auch zu den bekanntesten Käferarten in Deutschland. Das imposante „Geweih“ der Männchen ist beeindruckend und auch faszinierend zugleich.Hirschkaefer_Männchen_Quelle:Meikel-picasa Leider ist der Bestand des Hirschkäfers in Deutschland stark bedroht. Er gehört daher auch zu den wenigen wirbellosen Tieren, die nach EU-Recht besonders geschützt sind. Bronchicum und die Stiftung Unternehmen Wald haben sich des Käfers angenommen und eine Wiederansiedlungsaktion im Bonner Stadtgebiet gestartet. Mit der Unterstützung der Biologischen Station Bonn wurden im Bonner Stadtwald an vier Stellen so genannte Totholzpyramiden aus Eichenstämmen als Brutraum für den Hirschkäfer geschaffen. Diese sollen dem Hirschkäfer in Zukunft als zusätzliches Angebot für die Ablage seiner Eier dienen.
Hischkaefer_totholzpyramide
Der Hauptgrund für den Rückgang des Hirschkäfers war vor allem das Verschwinden von Eichentotholz aus unseren Wäldern. Im Zuge so genannter Aufräumaktionen wurden früher die lichten Eichenwälder von Totholz befreit, das aber für die Entwicklung der Hirschkäferlarven notwendig ist. Die Larven des Hirschkäfers bleiben bis zu sieben Jahren im vermoderten Holz, bis sie als fertige Käfer ausfliegen und sich paaren. Der Käfer selbst, der zwischen Mai und August schlüpft, lebt dagegen nur wenige Wochen. In dieser kurzen Zeit müssen die Männchen eine Partnerin finden und die Weibchen eine geeignete Eiablagestelle. Die Totholzpyramiden bilden hierfür beste Bedingungen.
Totholzpyramide
Heute bleibt in vielen Wäldern das Totholz erhalten, doch noch sind aufgrund der geringen Totholzmenge nicht alle ursprünglichen Tier- und Pilzarten in unsere die Wälder zurückgekehrt. Je nach Holzart und Stand des Verfallsprozesses sind etwa 600 Großpilzarten und rund 1350 Käferarten an der vollständigen Mineralisierung eines Holzkörpers beteiligt.
Die Totholzpyramide unterstützt die Ausbreitung des Hirschkäfers und bildet eine weitere Grundlage für eine dauerhafte Population in der Region.
Zu beobachten sind die Männchen besonders während des Hochzeitsfluges an warmen Frühsommerabenden. Ihr lautes Brummen verrät sie schon auf viele Meter.

Keine Kommentare

No comments yet.

RSS  Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

Sorry, the comment form is closed at this time.

rssRSS
Powered by WordPress