Waldzustandsbericht 2006

Waldzustandsbericht 2006 – nur leichte Erholung für den deutschen Wald.
Die Anteile deutlicher Kronenverlichtungen in den deutschen Wäldern zeigen im Vergleich zum Vorjahr eine leicht rückläufige Tendenz. Der Anteil der Waldfläche ohne Schadensmerkmale nahm im letzten Jahr etwas zu.

Der Anteil der Waldfläche mit deutlicher Kronenverlichtung (Schadstufen 2 bis 4) beträgt jetzt 28 % (Vorjahr: 29 %). Der Anteil der so genannten Warnstufe (schwache Verlichtung) liegt mit 40 % geringfügig unter dem Vorjahresniveau (2005: 42 %). Der Anteil der Bäume ohne Kronenverlichtung nahm von 29 auf 32 % zu.

Bei den Baumarten ist es die Buche, die von allen den höchsten Flächenanteil mit deutlichen Kronenverlichtungen aufweist (48 %). Sie hat damit die Eiche (44 %) abgelöst. Bei der Fichte zeigen 27 % der Fläche deutliche Kronenverlichtungen. Am geringsten ist der Anteil bei der Kiefer. 18 % der Kiefernbestände in Deutschland weisen deutliche Kronenverlichtungen auf.

Waldzustandsbericht_2006_Übersicht

Im langfristigen Vergleich ging der Anteil deutlicher Kronenverlichtungen (Schadstufen 2 bis 4) seit 1991 zunächst zurück. Von Mitte der 90er Jahre bis 2003 belief er sich auf 21 bis 23 %, bei kleinen jährlichen Schwankungen. Infolge des Trockensommers 2003 stieg der Anteil deutlicher Kronenverlichtungen 2004 stark an und liegt seither wieder auf dem hohen Ausgangsniveau zu Beginn der 90er Jahre.

Die Waldbäume erholen sich nur langsam von den Folgen des Trockensommers 2003. Immer deutlicher zeigt sich, dass sich die Klimaextreme im Waldzustand bemerkbar machen. Hitze und Trockenheit beeinflussen nicht nur den Kronenzustand, sondern auch das Blühen und Fruchten der Waldbäume. Geschwächte Bäume begünstigen zudem die Aktivität von Forstschädlingen (z. B. Borkenkäfer).

Seit 1984 wird der Kronenzustand der Waldbäume regelmäßig erfasst. Der Kronenzustand ist ein gut zu beurteilender „Frühindikator” und gibt zuverlässig Auskunft über die gesundheitliche Verfassung der Bäume.

Was die genauen Ursachen für Waldschäden sind, erfahren Sie hier

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