Bekämpfung des Kiefernspanners in Mecklenburg-Vorpommern notwendig

Aufgrund der gegenwärtigen Massenvermehrung des Kiefernspanners (Bupalus piniarus L.) wird in den Waldbeständen des Forstamtes Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern auf insgesamt 135 Hektar eine Bekämpfung dieses Schädlings durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln erforderlich.

Dieser erfolgt von Montag, 28. Juli 2008, bis Freitag, 1. August 2008, durch Versprühen vom Hubschrauber aus. Das Betreten der betroffenen Wälder ist am Tag der Ausbringung der Pflanzenschutzmittel untersagt. Dies werde durch Absperrungen der Wege kenntlich gemacht. Vorsorglich wurde eine Wartezeit von zwei Wochen zum Verzehr von Waldbeeren und Pilzen, die von behandelten Flächen stammen, festgesetzt.

Bereits seit dem Jahr 2005 belegen Falterzählungen, Puppenhülsen- und Eizählungen sowie Fraßflächenerfassungen einen Anstieg der Kiefernspannerpopulation in mehreren Regionen Mecklenburg-Vorpommerns. Den intensiven Überwachungsmaßnahmen der Forstbehörden ist es zu verdanken, dass die Notwendigkeit einer zunächst angenommenen großflächigen Bekämpfungsmaßnahme auf 5.400 Hektar rechtzeitig gestoppt werden konnte. So wurden von den Fachleuten ein hoher Parasitierungsgrad der vom Kiefernspanner abgelegten Eier sowie eine Vielzahl natürlicher Gegenspieler im Kronenraum der Kiefernbestände festgestellt. Außerdem warfen die Kiefern infolge von Dürrestress in einigen Gebieten vorzeitig Nadeln ab, an denen sich die Eier bzw. die jungen Spannerlarven befanden. Dennoch ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nach Angaben der Landesforstanstalt auf den verbliebenen 135 Hektar notwendig.
25.07.08 , Wald-mv.de

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